DHARK – Darkness Amplified

Mit „Darkness Amplified“ haben DHARK ihre Prometheus-Hülle abgestreift und sich unter anderem Namen und musikalischer Richtung neu definiert. Weg vom Soundtrack Metal, hin zum Doom – der perfekte musikalische Begleiter für düstere Herbsttage. „Darkness Amplified“ thematisiert genau das – Düsternis, vorwiegend in Verbindung mit der menschlichen Psyche. Ein 48-minütiges Wechselbad zwischen Prog- und Doom-Klängen, cleanen und gutturalen Vocals, Schwere und Emotionalität – DHARK liefern ein Paradebeispiel für Komplexität und Abwechslung, das ihnen den Weg in die Internationalität ebnen wird.

Text: Angelika Oberhofer I Label: BRANDSON Records

Drescher – Steinfeld

Drescher haben mit „Steinfeld“ ihre Hausaufgaben gemacht: Schwächen vom ersten Album „Erntezeit“ wurden ausgemerzt, die Stärken ausgebaut und verfeinert. So bekommt die Quetschn eine noch eigenständigere Rolle als zuvor und die Refrains der Songs trumpfen mit eingängigen Melodien und Brachialität auf. „Steinfeld“ erzählt von den Wurzeln der Band und wirkt persönlicher: Hau-drauf-Thrash-Elemente machen nachdenklichen und musikalisch gereiften Passagen Platz. Fans des Ur-Drescher-Sounds sollten sich jedoch nicht von Songs wie „A bissl Glick“ abschrecken lassen – die Band wird ihrem Namen aufs Neue gerecht.

Text: Lisa Schantl I Label: Napalm Records

Liquid Steel – Midnight Chaser

Nach ihrer Debütplatte „Fire in the Sky“ im Jahr 2014 reiten Liquid Steel aus Innsbruck auch auf ihrem neu erschienenen Album „Midnight Chaser“ weiter auf der Welle des traditionellen Heavy Metal. Die fünf Tiroler überzeugen darauf vor allem mit zweistimmigen Gitarrenharmonien und glühenden Leadgitarren-Soli. Untermauert wird das Ganze durch eine antreibende Rhythmus-Fraktion und vorwiegend cleanen Gesang.
Bei manchen Nummern sind die Vocals durchaus ausbaufähig, doch insgesamt ist es der Band gelungen, eine Scheibe mit Ohrwurmcharakter zu produzieren, die zum Headbangen und Mitsingen.

Text: Ruth Scheel

Matt Boroff – Grand Delusion

Ein Amerikaner, der von New Jersey nach Vorarlberg zieht und dort Alternative Rock macht, erscheint paradox. Doch Boroff ist sich der Schnelllebigkeit des amerikanischen Musikmarkts bewusst und hat in Österreich einen fruchtbaren Boden für seine Musik gefunden, wie „Grand Delusion“ zeigt. Sein neues Werk, erschienen auf Panta R&E, verleugnet Boroffs musikalische Frühzeit in den 80er und 90er Jahren nicht und wirkt dennoch zeitgemäß. „Pipe Dream“ geht ins Ohr wie ein feuchtes Wattestäbchen und „Behind Your Mask“ beschwört Verständnis statt Hass für jene, die aus Angst eine schlechte Wahl treffen. Kaufempfehlung.

Text: Georg Zsifkovits I Label: Panta R&E

WarHoles – trouble, beautiful trouble

Warholes haben in Summe schon einiges an Erfahrung aufzuweisen und das, obwohl sie nur zu dritt sind und es sich bei “trouble, beautiful trouble” um ein Debütalbum handelt. Es gibt immer ein Davor und das ist hier eben besonders groß. Die Wiener lassen das auch auf diesem Album anklingen: Erfahrung und Können paaren sich mit Neugierde und Wahnsinn. Es wird experimentiert und ausprobiert und klingt trotzdem nach Plan und nicht planlos.
Ausdrucksstarke Texte treffen waghalsigen Rock und vereinigen sich zu einem explosiven Gemisch, das Hörer schon mal mit fragendem Blick zurücklassen kann.

Text: Philipp Annerer I Label: Independent Audio Management

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