Holy Shit by Reverend Backflash
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Abwechslung
Thematik
Kreativität
4.6Sterne

Seit 13. Jänner ist die neue EP von Reverend Backflash erhältlich. Wir haben mal reingehört und verraten euch, was die Wiener Band für euch zu bieten hat.

Mit „Holy Shit“ melden sich Reverend Backflash wieder zurück. Vier neue Songs aus den Genres Rock’n’Roll und Punk sorgen für jede Menge Abwechslung und Partystimmung. Schon mit ihren vorigen Songs ließen sie aufhorchen und haben gezeigt, wie man verschiedene Elemente miteinander verbinden kann. Bereits 2004 veröffentlichen sie „Put on the Dancingshows“. Dieser ersten Eigenproduktion folgte 2007 „Crack Attac“. Weiter ging es mit zwei 7inch EPs und ebenfalls zwei CDs, produziert bei unterschiedlichen Labels. Nachdem sie 2013 „Every Night“ veröffentlichten, ließen sie nun mit „Holy Shit“ wieder von sich hören.

Vier brandneue Rock’n’Roll-Songs mit Punk-, Power-Pop- und Country-Einflüssen, viel Gitarren und Hammond-Sound zeigen, wie abwechslungsreich und vielfältig Musik eigentlich sein kann. Jack, der Leadsänger von Reverend Backflash, hat sich bereit erklärt, uns einige Fragen zur neuen Platte zu beantworten und hat somit die Vermutung über ihre Entwicklung bestätigt: Sie probieren vieles aus und auch musikalisch präsentieren sie ihren Fans immer etwas Neues: „Wir haben immer ein Nischenprogramm gefahren. Als Nu-Metal Trend war, haben wir Rock’n’Roll gemacht. Als Fun-Punk in war, haben wir Rock’n’Roll gemacht. Als alle Kids auf Metalcore-Konzerte gerannt sind, haben wir Rock’n’Roll gemacht und wir werden auch immer noch unseren Rock’n’Roll machen wenn, Gott bewahre, Grunge wieder cool wird.“ Immer hervorstechen und etwas anderes als die anderen machen lautet also die Devise.

Vier Songs, vier Facetten

Die erste Single der EP nennt sich „Allright Allright“. Jack hat uns verraten, worum es im „Groover“ der Platte geht: „Es geht um Massenmedien, die jeden Tag versuchen, uns irgendeinen Furz als großartige Neuigkeiten zu verkaufen um Kohle zu machen, während sich in Wirklichkeit ein Scheißdreck ändert.“ Zum Song gibt es auch bereits ein Musikvideo. Mit jeder Menge Gold, schick gekleidet und mit pinker Gitarre, die auf jeden Fall hervorsticht, präsentieren sich die Wiener von einer neuen Seite. Vom Rock’n’Roll ist hier nicht viel zu hören, dafür gibt’s aber starke Gitarrenriffs und einen ordentlichen Drehwurm oben drauf.

Der zweite Song „Crazy Love“ ist ein pessimistischer Lovesong. So ziemlich jeder kennt den Moment, in dem man aufhört, daran zu glauben, dass ES noch passieren wird. Man freundet sich mit dem Gedanken an, dass es vielleicht doch nicht für jeden Topf den passenden Deckel gibt. Schon am Anfang sind hier die vorhin erwähnten Country-Elemente zu hören und es geht weniger punkig zu. Hier werden zudem Pop-Elemente eingesetzt und ein Gitarrensolo darf auch in diesem Song nicht fehlen.

Bei „Nothing To You“ handelt es sich laut Jack um einen Power-Pop-Ohrwurm. „Der Song erzählt die Geschichte von einer gescheiterten Liebe, auch wenn die Zeit trotzdem nicht verschissen war…“. Der Rock’n’Roll, der bei den anderen beiden Songs etwas vernachlässigt wurde, tritt hier wieder etwas stärker hervor und sorgt auch für den versprochenen „Ohrwurm-Effekt“.

Holy Shit c) Stay Gold Grafix

Holy Shit (c) Stay Gold Grafix

Und last but not least ist auch „Burning Down“ auf der EP zu finden. Jack gewährt uns da einen privaten Einblick in die Geschichte, die sich hinter dem Song verbirgt: „Diesen Song haben wir für unsere guten alten Freunde aus Wien geschrieben, mit denen wir immer um die Häuser gezogen sind. Das machen wir heutzutage natürlich auch noch, auch wenn man manche vielleicht nicht mehr ganz so oft trifft wie früher. Aber wenn man sie wieder sieht, ist es so, als ob es gestern gewesen wäre, dass man sich voll besoffen um 7.00 Uhr in der Früh nach einem KISS-Konzert im Stephansdom gemeinsam die Kommunion geholt hat.“ Punk und Rock deuten bereits am Anfang des Songs an, dass es da immer etwas wilder zugegangen ist.

Fazit

„Holy Shit“ ist eine vielseitige Mischung, die wirklich viele Elemente abdeckt. Pop, Rock’n’Roll, Punk, Rock und auch Country werden zusammengemixt und was rauskommt, kann sich wirklich hören lassen. Es sollte also für jeden etwas dabei sein. Es wird die vergangene Liebe besungen und Wien wird fast niedergebrannt. „Die neuen Songs sind catchy und straight forward; ohne um den heißen Brei herum zu reden! Wie ich finde: Eine gute Mischung aus simple complexity und complex simplicity. Aber das entscheidet jeder am besten für sich.“ Gerade wird auch ein drittes Album geplant, also sollte es bald noch mehr von Reverend Backflash zu hören geben.

Wer sich die neuen Songs von ihnen live anhören möchte, der findet dafür garantiert eine Möglichkeit:

16. März 2016 – Klagenfurt, Parkhaus
17. März 2016 – Torino (IT), Cafe Liber (w/ Hollywood Killerz)
18. März 2016 – Vercelli (IT), Officine Sonore
19. März 2016 – Padova (IT), Grindhouse
01. April 2016 – Frydek-Mistek (CZ), Sokolik (w/ The Trousers, Degradace)
02. April 2016 – Olomouc (CZ), 15 Minut music club (w/ The Trousers, Degradace)
09. April 2016 – Linz, Smaragd (w/ Red Machete)
29. April 2016 – Wien, Kramladen (w/ The Trousers, Degradace)
30. April 2016 – Budapest (HUN), Showbarlang (w/ The Trousers, Degradace)
19. Mai 2016 – TBA, TBA
20. Mai 2016 – Milano (IT), TBA
21. Mai 2016 – Treviso (IT), TBA
27. Mai 2016 – TBA, TBA
28. Mai 2016 – Berchtesgaden (GER), Kuckucksnest
02. Juli 2016 – Wien, Bach

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