Jacobs Moor EP „The Evil in Me“ im Review
Songwriting
Arrangement
Technik
Video
Performance
4.1STERNE

Die Progressive Power Metal Band legt zu Beginn des Jahres ihre EP „The Evil in Me“ vor. Sie beinhaltet neue Studio Songs und einen Einblick in die Live-Performances, mit denen das erste Album promotet wurde. Passend dazu wurde auch das Live-Video zu „The Evil in Me“ veröffentlicht.

Nach ihrem ersten Album und dessen Promotion veröffentlichten Jacobs Moor nun im Februar auch den physischen Tonträger „The Evil in Me“. Die EP besteht aus zwei neuen Studio Songs, dem namensgebenden „The Evil in Me“ und „Away“. An die Studiosongs wurden vier Songs, die als Live-Version beim Albumreleasegig am 24. April 2014 im Welser Alten Schlachthof aufgenommen wurden, angeschlossen. Die Band wollte diese Live-Versionen den Fans als Dankeschön auf einem Tonträger präsentieren, nachdem die ersten Liveshows auf gute Response gestoßen sind.

The Evil in Me

Die Strategie von Jacobs Moor, die EP zwischen den zwei Alben zu veröffentlichen, erklärt sich dadurch, dass auch für Metalbands der Absatz von Songs als Einzeldownload immer wichtiger wird. Die EP ist geprägt von den zwei Studio Songs. Schmucklos, ohne sphärisches Intro, beginnt die EP mit „The Evil in Me“, einer klassischen Power Metal Nummer mit progressivem Einfluss, die den neuen Gitarristen und dem Bassisten von Jacobs Moor zu verdanken ist. „Away“ hingegen unterscheidet sich maßgeblich vom Startsong. Jacobs Moor zeigt hier die gefühlvollere balladige Seite ihres musikalischen Schaffens. Mit 7:29 Minuten ist „Away“ auch viel zu lange, um in einem Spartensender im Radio gespielt zu werden.

Es zeigt sich, dass Jacobs Moor hier das alte 45er Single-Konzept verfolgen. Es gibt eine singletaugliche A-Seite und eine B-Seite, die einen Song enthält, der auf keinem Album Platz finden würde, weil er stilistisch wesentlich aus dem Konzept fällt. Aus wirtschaftlichen Gründen muss für eine EP noch etwas auf den Tonträger. Hier zeigt sich Jacobs Moor insoweit innovativ, weil sie anstatt zwei EPs zu produzieren, einfach vier Live-Songs hinten anfügen. Der Fan erhält somit auch gleich einen Eindruck, wie das erste Album live umgesetzt wurde, und es gibt über die Studio-Aufnahmen einen Einblick, in welche Richtung Jacobs Moor in Zukunft gehen können und auch wollen.

Mit den Live-Aufnahmen beginnt die EP nun wieder neu. Es wird das Intro jeder Show gespielt, zu dem die Musiker auf die Bühne kommen. Akustik-Arpeggios werden von Streichern untermalt, bis ein verträumtes Gitarrensolo zum ersten Song überleitet. Dann geht es los mit „Between the Lies“. Dieser gibt die Marschrichtung an: schnelle progressive Riffs in der Strophe, die sich zu einem voluminösen Chorus in Power Metal-Art entwickeln. Es folgen „Faceless Man“, eine Nummer, die gleich zum Mitbangen einlädt, und „Unfound“. Dieser Song geht eher in die traditionell powerlastige Richtung. Die EP schließt mit „The Truth“. Hier können die Jungs noch einmal zeigen, was sie technisch alles draufhaben.

Das Video

Das Video wurde ebenfalls bei der Albumreleaseparty im Alten Schlachthof in Wels aufgenommen und bietet zusätzlich zu den Livemitschnitten auf der EP ein visuelles Gegenstück. Jacobs Moor präsentieren sich als eingespielte, gut konzipierte Band, der man die jahrelange Erfahrung aus anderen Metalprojekten unverkennbar ansieht.

Fazit

Jacobs Moor legen hier durchaus mehr als eine Zwischenlösung vor. Es ist ein gelungenes Lebenszeichen der in dieser Konstellation noch jungen Band und macht Gusto auf das in Produktion befindliche Album.

Das Album „All That Starts“ sowie die EP sind über den Onlineshop der Band erhältlich.

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