Jacobs Moor mit Album "Self" im Review
Songwriting
Arrangement
Technik
Video
4.0STERNE

Die Power-Trash Metal Band Jacobs Moor gibt mit dem neuen Album „Self“ wieder ein starkes Lebenszeichen von sich. Nach „All that Starts“ ist „Self“ nun das zweite reine Studioalbum der Band. Seit 21. Oktober 2017 ist der im Eigenverlag erschienene Longplayer bei den Konzerten der Band und im Webshop erhältlich.

Die im Jahre 2010 als Studioprojekt gegründete Band Jacobs Moore hat nach der Veröffentlichung der EP „The Evil in Me “, die mit Livetracks auch einen Einblick in den Touralltag der Band geben sollte nun wieder ein reines Studioalbum produziert. Daher befindet sich die Band wieder auf Österreichtour, um das neueste Werk vor zu stellen.

Das Album: „Self“

Das Album startet, wie für Powermetal-Alben durchaus klassisch, mit einem Instrumental-Intro genannt „March of the Flies“. Dann starten Jacobs Moor mit „Watching Atrocities“ so richtig in das Album. Vor zwei Monaten wurde dazu ein Lyrics-Video veröffentlicht. Mit diesem Song zeigt die Band, wofür sie bekannt ist: druckvolle Power Metal auf hohem technischen Niveau. Aber auch im folgenden Song „The Absence of Me“ geht es dynamisch weiter, auch wenn der Song stilistisch mehr in Richtung Thrash als Power Metal geht. Wobei es auch hier schwierig ist zwischen den Subgenres zu unterscheiden, da die Grenzen in dem kompakten Sound sehr fließend sind. Es schließt der namensgebende Track des Albums „Self“ an. Brachiale Drummings und Vocalparts werden von verspielten Gitarrenlinien harmonisch aufgelöst. Auch verstärkt cleane Backvocals sind hier zur Unterstützung der rauhen Leadvocals zu hören.

Mit „Falling to Pieces“ lässt ein fast bluesiges Intro-Riff aufhorchen bevor die getragene Powermetalversion dieses Themas erklingt. Wem die vorangegangenen Nummern zu thrashig waren, der/die kommt nun auf seine/ihre Kosten. Mit „Distance“ geht es dann auch wieder schneller weiter, ohne auf den Wechsel zwischen rauen und cleanen Gesangstparts zu verzichten. „Neglecting The Path Of The Sun“ beginnt dann wie eine klassische Metalballade, doch wer nun eine solche erwartet hat, wird doch etwas enttäuscht sein, Jacobs Moor sind beim siebenten Track doch nicht weich geworden. Mit „Delusion“ tobt sich Jacobs Moor wieder brachialer aus, ohne dabei auf eine sehr anspruchsvolle Gitarrenarbeit zu verzichten. Bei „Hate Of A New Kind“ gibt sich die Band für das Intro etwas „sakral“, um dann in die Vollen zu hämmern. Das Album schließt mit „Hopeless Endeavour“, einer längeren getragenen Nummer. Fast die ganzen ersten drei Minuten sind den Gitarren vorbehalten, dann setzt erst cleaner Leadgesang ein. Jacobs Moor nutzt das Finale, um für ihre Verhältnisse leise Servus zu sagen.

Fazit

Jacobs Moor gelingt es mit „Self“ sich stilistisch treu zu bleiben. Es ist ein ewiger Grenzgang zwischen klassischem Thrash- und Powermetal, trotz der Anleihen bei Bands, die ihre große Zeit in den 80er- und 90er-Jahren hatten, klingt das Album modern und alles andere als eklektisch. Wie auf allen bisherigen Veröffentlichungen, ist auch hier das technische Können aller Bandmitglieder unverkennbar zu hören. Ein druckvolles Album, das neugierig auf die Umsetzung der Tracks auf der Livebühne macht.

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