Julia G. - Ichiban EP
Sound
Songwriting
Instrumental
Zusammenstellung
3.5STERNE

Punk’s not dead

Julia G. ist das Projekt von Stefan Reinisch und spielt sich nun seit einigen Monaten durch die Grazer Szene. Mit drei Bassisten und exzentrischen Live-Shows haben sie sich unter anderem als Vorband von Turbobier einen Namen gemacht. Sie wollen der Menschheit den Weg zum Rock‘n‘Roll zeigen und nehmen sich dabei selbst nicht allzu ernst. Sie mischen Hard Rock mit Punk und ihrem japanischen Faible.

Hard ’n‘ Soft

Julia G. - Ichiban EP

Schlichte und kreative Gestaltung. © Julia G.

Die Ichiban EP (Ichiban bedeutet: erste) beginnt klassisch mit einem Intro, in dem zum Kauf gratuliert, viel Spaß gewunschen wird und geht in den Opener „Cherry’s Cake“ über. Eine klassische Blues-Rock-Nummer, die gut ins Ohr geht, aber nicht wirklich herausstechen kann. Bass und Drums ergänzen sich gut und auch das Solo ist nett. „I’m On Youporn“ ist klassischer Fun-Punk und erzählt die Geschichte, wie schnell man ein Video von sich auf bekannten „erwachsenen“ Plattformen finden kann. Überrascht hat mich die erstaunlich ruhige Ballade „I Bin Do“. Akustische Gitarre und ein kleiner Chor ummanteln das äußerst gut geschriebene und dunkle Lied. Die letzte Nummer „Rock’n’Roll Is All I Need“ startet mit den typischen Schlachtrufen von AC/DCs „T.N.T.“. Sie ist solide aufgebaut, wenn auch ein bisschen zu lang. Ansonsten besticht der Song durch ein grandioses Solo, welches die EP wunderbar abschließt.

Fazit

Julia G. ist ein sehr interessantes Debüt gelungen. Die Nummern sind abwechslungsreich, fügen sich sehr gut zusammen und vermitteln ihre gewünschte Message vom derben Hard Rock. An die Stimme muss man sich trotzdem erst mal gewöhnen. Reinisch tut sich ziemlich schwer mit hohen und tiefen Lagen und manchmal schummeln sich falsche Töne ein. Beim zweiten Durchlauf fällt das aber nicht mehr weiter auf und man lernt die instrumentale Leistung zu schätzen. Die Drums treiben, der Bass schwankt zwischen melodisch und hämmernd und die Gitarre ist vor allem bei den Soli kreativ umgesetzt. Die Ichiban EP ist ein guter Einstand.

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