Kutscher's Blues Band Debüt im Review
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4.1STERNE

Nun ist es endlich da, das Debütalbum von KBb – der Kutscher’s Blues Band. Das „The KE Sessions“ genannte Werk wurde am 13. Oktober diesen Jahres veröffentlicht und will gehört werden. Ein Abstecher in die Wiener Blues Rock Szene – warum nicht?

Die Kutscher’s Blues Band formierte sich vor bald drei Jahren, als sich Stephan Kutschers Metalband Chaos Beyond auflöste und er nun eigene Wege gehen wollte. Da Kutscher wie viele Gitarristen seine musikalischen Wurzeln im Blues und im Rock der 60er und 70er sieht, lag es auf der Hand, in der selbst aufgebauten Band, Blues Rock zu machen. In Constanze Höffinger (Bass) und Reinhard Höbart (Drums) fand er bald Gleichgesinnte, die ihn bei seinem Weg „Back to the Roots“ begleiten wollten. Es folgten einige Auftritte als Support für internationale Blues-Rock-Bands wie das Rob Tognoni Trio oder Ryan McGarvey. Nach wie vor wird einmal im Monat die eigene Rock Session im Tunnel in Wien veranstaltet. Nun war es aber Zeit mit einem Album herauszukommen.

The KE Sessions

kBb – The KE Sessions

Das Album wird mit einem Song eröffnet, der bezeichnenderweise den Titel „No1“ trägt. Es handelt sich auch bei der Nummer um den Song, den Stephan Kutscher als erstes für dieses Projekt geschrieben hat und das dazu passende Video wurde schon 2015 veröffentlicht. Der Song steckt den Rahmen für das Album musikalisch ab, bluesige Fuzz-Riffs und rockige Rhythmusgruppe harmonieren fast schon zu virtuos für Roots Musik, aber das ist wohl auf Kutschers Perfektionismus zurück zu führen. An diesen Opener schließt in derselben Gangart „Changes“ an. Ein Riff-lastiger Blues-Rock-Song, der kurzweilig ins Ohr geht. Mit „Midnight Stranger“ wird es erstmals ruhiger und die Blues-Elemente überwiegen vor den Rockparts. Aber nur für kurze Zeit, weil dann geht es mit „Hey! You!“ im Stile des 60er Rhythm & Blues à la Hendrix oder Cream weiter.

Als fünfter Track ist „Black Train“ zu finden. Der Song ist die zweite vorab Singleauskopplung dieses Albums. Auch hier geht es wieder etwas ruhiger zu, auch wenn Kutschers Sologitarre aufmüpfig kreischt. Eher klassischer bluesrockig wird die Band bei „Alcohol, Smoke ’n‘ Scars“. Darauf folgt die neueste Singleauskopplung, zu der es auch ein Video gibt: „Beer Soldier“. Durch Reinhard Höbarts treibendes Drumming swingt die Band fast durch die Nummer. Dann wird mit „Don’t Stop“ der einzige Song mit deutschen Strophen eingefügt. Musikalisch erinnert der Song an eine Hommage an Jimi Hendricks „Little Wing“. Das Album geht gemächlich seinem Ende entgegen. Mit „Edgar’s Song schließt das Debütalbum von Kutscher’s Blues Band, eine Instrumentalnummer zum Ausklang.

Fazit

Die Kutscher’s Blues Band legt mit ihrem Debütalbum „The KE Sessions“ eine sehr ausgereifte Produktion vor, die sicher allen gefallen wird, die 60er und 70er Bluesrock in moderner Aufnahmetechnik hören wollen. Es ist schon für Bluesrock fast zu progressiv, aber dafür können die drei Musiker auch zeigen, was sie technisch drauf haben.

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