Um „Glass Bones“ voll zu genießen, sollte man sich Zeit nehmen, um jede der auf den Punkt gebrachten Nummern wirken zu lassen und die vielen Details besser wahrnehmen zu können, das die vielen Facetten von Lausch perfekt zum Ausdruck bringt.

Glass Bones Cover 2500px(1)

Lausch – Glass Bones (c) Panta R&E

Was an Lausch fasziniert, ist die Kombination aus einer ‚no-nonsense‘ Härte, mit der konkrete, Head bangende Beats und rockige Gitarrenriffs mit einer guten Portion Dramatik serviert werden und einer melodiös-lyrischen Zartheit, die die Songs in all ihrer Aufgewühltheit ästhetisch raffiniert und einprägsam machen. Ein Favorit auf „Glass Bones“ ist der gleichnamige Track: beginnt ganz reduziert nur mit Schlagzeug, das nach schnellem Herzschlag klingt, bevor die epische Textzeile „don’t measure me by my words“ die Show beginnen lässt. Von nun an wechseln sich sphärisch-meditative Verseparts mit satten Gitarrenriffs ab und das ganze mündet schlussendlich in einem Refrain, der richtig schön aufgeht und die Kernaussage des Songs beinhaltet: „All we have is glass and blood and bones“. Ein weiteres Highlight ist „Ignition“: Die zurückgelehnte Gelassenheit im Verse, die ‚in-your-face‘-Härte im Refrain und ein ziemlich überraschender Reggae-Part machen den genau richtig dosierten Sex-Appeal des Songs aus. Jeder der neun Tracks auf „Glass Bones“ ist ein eigenständiges, in sich schlüssiges Mosaiksteinchen eines charaktervollen Gesamtwerkes, mit dem Lausch ihrem Stil treu bleiben, sich aber ein ganzes Stück weiterentwickeln und das, was sie am besten können, destilliert präsentieren.

PARADOX002_Sujet

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.