Lava: Lorbeeren veröffentlichen EP
Text
Arrangement
Sound
Eingängigkeit
4.2Sterne

Wer bei dem Wort „Lorbeeren“ sofort an eine grüne Pflanze denken muss, der hat wohl den Release der EP „Lava“ der Band Lorbeeren verpasst. Eine CD voller abwechslungsreicher Songs, auf der für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Die Band wurde 2014 gegründet und würde sich selbst in den Genres Indie, Funk und Rock einordnen. Doch wer sind Lorbeeren? Die Band besteht aus den fünf Musikern Marc Cornelius Klimt (Schlagzeug), Dominik Pandelidis (Gesang, Synthesizer), Gabriel Mayer (Gesang, Gitarre), Erik Lösch (Gesang, Gitarre), Oskar Löbl (Bass).
Lava“ wurde am 26. April 2017 bei der Releaseparty im Rhiz Vienna veröffentlicht und enthält sechs Tracks, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Den Anfang macht der Song „Pelz“, der samt Video (gedreht von Gabriel Hyden) schon Wochen vor der EP veröffentlicht wurde. Er ist eher im Bereich Pop angesiedelt und besitzt einen eingängigen Refrain, der im Ohr bleibt.

Lava, der Boden ist

Weiter geht es mit „Wie ich dir nachstell“. Ein etwas langsamerer Song, bei dem man vergeblich nach elektronischen Elementen sucht. Akustisch, melancholisch und irgendwie traurig. Dafür können die drei Leadsänger bei dem Track ihr Gesangstalent unter Beweis stellen. Ebenfalls etwas ruhiger, dafür aber mehr in Richtung Indie, geht der Song „Das Grüne vom Twinni“, der mit einem Gitarrensolo am Ende überzeugen kann.„Miserabel“ ist der vierte Song der EP. Wobei dieser alles andere als schlecht ist. Bei dieser Nummer erfinden Lorbeeren einen ganz neuen Sound, der sich langsam aufbaut und dabei von Synthesizern unterstützt wird.

Sehr abwechslungsreich geht es mit „Die genügsamsten Tiere“ weiter. In dem schnelleren Track mit Funk-Einschlag, zeigen Lorbeeren ihre Klasse als Songwriter auf. Da ist wirklich alles dabei: vom gelungen Text über Bass, Synthesizer und den einzigartigen Vocals bis hin zu einem Gitarrensolo.
Abschließend gibt es den Song, passend zum EP-Namen, „Der Boden ist Lava“. Der Song bietet viel Interpretationsspielraum und ist wieder etwas langsamer. Begleitet von den Synthesizern im Hintergrund, lässt er die EP wunderbar ausklingen.

Spiel mir eine Zugabe
kann es das schon sein, das schon sein
fährt bereits mein Zug ab und
schaff ichs nicht mehr rein, nicht mehr rein

Ob Lorbeeren bald für jeden in der Musikszene ein gängiger Begriff ist, wird die Zukunft zeigen. Mit ihrer veröffentlichten EP haben sie allerdings schon einmal aufgezeigt, was in ihnen steckt.

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