Die in New York lebende österreichische Sängerin will die Menschheit bewegen.

Interessante Veränderungen gibt es bei der in Wien geborenen Sängerin Maria Neckam. Die Wahl-New Yorkerin war bisher im Bereich Jazz und Klassik sehr produktiv, wechselt jetzt aber die Richtung.: Anstatt Jazz, Theatermusik, Oper und Musical gibt es nun Indie Rock, Punk und Electro Pop!

Ihr neues Album im Indie Rock Style wird gerade, genauso wie ihre letzten beiden Alben, in New York aufgenommen, dieses mal jedoch im rockigeren Room 17 Studio. Was veranlasst Maria dazu, in ein so delikates Genre zu wechseln, anstatt an ihre großen Erfolge, vor allem in der Jazzwelt, anzuknüpfen? „Es gab persönliche Veränderungen, aber vor allem möchte ich nicht mehr hauptsächlich für Musiker singen, sondern Musik für jedermann machen. Oft ist mir die Jazzwelt zu verkopft und mit dem Indie Rock habe ich ein sehr tiefgehendes Genre entdeckt. Wichtig ist mir auch, dass sich der Hörer mit meiner Musik identifizieren kann.“ Im Moment wird fieberhaft am neuen Album gearbeitet, als Erscheinungsdatum ist der 16. März 2016 geplant.

Wien – Amsterdam – New York

Maria Neckam spielte schon als Teenager regelmäßig mit der Rockband „Sounds of Silence“ sowie als Singer/Songwriterin unter dem Künstlernamen „Knecke“ in den angesagten Musikcafes von Wien und Umgebung. Danach führte sie ihr Herz via Maastricht nach Amsterdam in eine damals noch ungewisse und aufregende Musikerzukunft. Während ihrer Studienzeit an den dortigen Konservatorien lernte sie, sich in den verschiedensten Genres zu bewegen: Jazz, zeitgenössische Klassik, freie Improvisation, Drum n´Bass, Pop und indische, arabische bzw. skandinavische Musik. Auch einige interessante neuer Musikerpersönlichkeiten lernte sie dort kennen und plötzlich war Amsterdam nicht mehr Ziel ihrer Reise, sondern nur noch Durchgangsstation in Richtung New York City!
Maria Neckam
Mit ihrem ersten Album Crossing & Blending im Handgepäck begann sie, die Jazzwelt New Yorks zu erobern und spielte recht bald in bekannten Jazzlokalen wie der 55 Bar, dem Fat Cat und dem Smalls Club. „Meine ersten Gigs hatte ich in der Bar Next Door in Greenwich Village und in Harlem im Sounds. New York City ist eine spannende Stadt, es gibt überall viele Möglichkeiten. Hier zu leben ist interessant und aufregend, alle probieren viel aus, haben Pläne und es wird alles Mögliche versucht.“
Von keinen geringeren als Luciana Souza, Peter Eldridge, Theo Bleckmann und Kate McGarry holte sie sich das gesangliche Rüstzeug, und sie vertiefte ihre Erfahrungen auch noch bei Samir Chatterjee (Indische Musik) und Nils Vigeland (Klassische Komposition). 2007 schloss sie ihre Studien an der Manhattan School of Music mit dem Master ab. Seither war Maria Neckam bei zahlreichen Gruppierungen maßgeblich beteiligt. Allen voran mit Ihrer TripHop Band „Mia Thought And Something Happened“, mit der sie schon in Europa einige Wettbewerbe und Preise abgesahnt hat und weiterhin durch Europa getourt ist, und mit ihrem ersten Jazzprojekt „Maryland“, mit dem sie das sehr gelungene Debütalbum “Crossing and Blending“ aufnahm. Als Sidewoman (Gesang) und Komponistin/Arrangeurin war sie mit Spitzenmusikern und –bands wie The Mahavishnu Project, Lars Dietrich Group, Donald Vega Quartet, Joel Newton Situation, David Bronsons “The Circuit”, Will Vinson Group, Stephen Norfleet’s Noise, Aaron Goldberg, David Binney, Dan Weiss, Thomas Morgan, Jon Cowherd, Miles Okazaki, Lage Lund, Sam Barsh, Aaron Parks, Mike Moreno, Jonathan Kreisberg, Adam Holzman, Niti Ranjan Biswas (um nur einige zu nennen) im Studio bzw. auf der Bühne. Berichte über Maria Neckam gibt es unter anderem in den Fachmagazinen DownBeat, Jazz Magazine und JazzTimes.

Investieren in eine musikalische Zukunft

In NYC entstanden dann ihre Alben Deeper (2010) und Unison (2012), letzteres wurde im Sear Sound Studio aufgenommen. Dort kann man meist sehr bekannte Musiker (z.B. Norah Jones) treffen. Da Maria Neckam die CD-Produktionen selbst finanziert, suchte sie für ihr neues Album nach Wegen, Geld zu sparen und wurde mit der Pledge Music Kampagne fündig, einer Art Börse, an der man in begabte Künstler investieren kann. In einem beeindruckenden Fan-shop kann man sich dann z.B. fast komplett neu einkleiden! Zögern sie nicht, eine interessante Musikerpersönlichkeit auf diese Weise zu unterstützen!

Inzwischen kam ihre einzigartige Stimme auch in der Electronic Szene zum Einsatz: Mit der EP Milan wurden vier interessante Tracks aufgenommen, sehr eingängig sind der funkige Song DK6 und der sphärische Clubtrack voices, von dem es auch ein sehr cooles Video gibt. Und mit dem Video „25“ war sie Preisträgerin beim Music Malt Online Fest und wurde sogar für das Kurzfilmfestival in Cannes nominiert!

Wer Marias Alben erwerben möchte, wird hier fündig werden. Vor allem Crossing & Blending ist sehr empfehlenswert. Neben innovativen Eigenkompositionen ist auch eine sehr ausdrucksstarke Version von „my one and only love“ dabei. Gefeatured wird ihre saubere klare stimme, eingebettet in interessante Harmonien. Leider sind Maria Neckams Österreichauftritte mittlerweile eher rar geworden, daher sollte man sich die Chance am 12. Dezember im Korneuburger „Gwölb“ nicht entgehen lassen. Zusammen mit Angela Tröndle wird sie dort einige neue Lieder präsentieren. Eine sehr gute Möglichkeit, die Wartezeit bis zur Erscheinung des neuen Albums am 16. März 2016 zu verkürzen.

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