Das Debütalbum „Solis Ortus” des gebürtigen Bregenzers Merlin Miller wurde am 14. Oktober 2016 über das Label RZ-Recordingz releast.

Solis Ortus – (c) RZ-Recordingz

Der Künstlername verweist auf seinen bürgerlichen Namen, Merlin Sebastian Miller, bezieht sich aber zugleich auf die Greifvogelart Merlin und soll somit einen literarischen Freiheitsdrang symbolisieren. Der junge Vorarlberger zog nach Wien, um sich musikalisch zu entwickeln. Auf „Solis Ortus” erzählt er von Entfaltung, dem Neuanfangen, unausgesprochenen Emotionen, begangenen Fehlern und Neid. Aus den Texten hört man den Weitblick und die erlebten Momente heraus. Einige Zeit schloss sich Miller verschiedenen Hilfsorganisationen an und leistete Freiwilligenarbeit in afrikanischen Ländern. Den Hörer erwarten zwölf Lieder und zwei Bonussongs, die zwischen sanfter Poesie, Lebenswahrheiten und Selbsterkenntnis pendeln. Manche Stellen regen sogar ein wenig zum Nachdenken an. Rap-untypischer Klang, der auf die Mainstreamschiene zusteuert. Zusammen mit Produzent Bernhard Fetz wurde ein stimmiges Debütalbum geschaffen. Soundtechnisch geht es in die seichte Richtung, melancholische Instrumentals dominieren die Scheibe – das passt gut in das Gesamtbild. Der Flow ist dementsprechend treffend arrangiert, einzig kritisieren könnte man die zu formelle Aussprache mancher Wörter. Das übermäßige Betonen passt nicht komplett in das sonstige Klangbild. Hier denkt man, es handelt sich um ein Gedicht. Alles in allem kann man von einem guten Debütalbum sprechen – kein Meister ist einfach vom Himmel gefallen.

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