Lässiger Pop-Sound mit Retro Touch und Hip Hop Beats von Misun.

Das Gespann aus Washington, DC, habe ich zum ersten Mal vor ziemlich genau einem Jahr gehört. Ihr Debut-EP “The Sea” lief bei mir in Dauerschleife. Die rauchig-weiche Soulstimme der Sängerin erinnert an 60er Jahre Rock und Schlaghosen. Damit hat sie mich gepackt. Ich wollte gar nicht mehr aufhören ihr zuzuhören. Sie sang in “Coffee” vom Morgen danach und das hörte sich fabelhaft an. Sie beschreibt, wie die Sonne in den Raum scheint. Die Fenster sind offen. Und dann schlägt sie verführerisch vor: “Stay. At least for another hour.” Klar, gerne doch!

Aquawave: Retrosound trifft Hip Hop Beats

Der Originalsound der Band schafft es aber auch mich ohne Editierungen anderer Leute zu überzeugen. Die Band macht eine Mischung aus 60er Jahre Soulklängen und Elektronischer Untermalung aus futuristischen Synthie-Melodien. Dazu gibt es immer einen eingängigen Beat und einen eigenwilligen Stil.
Das Quartett selbst beschreibt ihre Musik als Aquawave. Soll heißen “Rock & Roll nostalgia with Hip-Hop, dance and a touch of spaghetti western.” Eine vielschichtige Mischung, stimmungstechnisch immer eher energetisch und anregend.

Vom Restaurantjob ins Musikgeschäft

Der Name des US-amerikanischen Trios basiert auf der gleichnamigen Sängerin Misun Wojcik. Die auch mit ihrer blonden, toupierten Wallemähne an das Retro-Image anknüpft und sie gleichzeitig mit ihrem modernen Stil kombiniert. William DeVon ist der Mann an der Gitarre. Und Nancey ist verantwortlich für Keyboard und Produktion. Kennengelernt haben sich die Bandkollegen in Los Angeles. Sie haben alle im selben Restaurant gearbeitet. Und zu dieser Zeit noch nichts mit Musik am Hut gehabt. Trotzdem haben sie kurze Zeit später T and A Records davon überzeugen können, 2012 ihre Debut EP “The Sea” zu veröffentlichen.

Seitdem nehmen die drei das Releasen öfter selber in die Hand, wie im Falle von “Superstitions”. Der Track ist als selbst-veröffentlichte Digitalversion bei Soundcloud.com zu hören. Genau so wie weitere Singles aus dem letzten Jahr. Ihre Einzelveröffentlichung “Eli Eli” ist bei Kitsuné Maison erschienen.
Aber die Band nutzt das Internet sowieso erfolgreich, um ihre Musik zu verbreiten. In der Bloggerwelt wird ihre Musik genauso promoted, wie in Musikplattformen im Internet. Misun kann mehrere #1 Hits bei Hype Machine verbuchen und wird regelmäßig bei Pitchfork, KCRW, NPR und Stereogum erwähnt und gespielt.

Misun im Remix

Nicht zu unterschätzen sind auch die diversen Remixe der Misun Tracks. Sie haben zu “The Sea” auch eine komplette Remix EP herausgebracht. Besonders angetan hat es mir aber der “Coffee” Remix von Cousin Cole & Nancey. Die haben der loungigen Originalversion einen zusätzlichen Hip Hop Beat verpasst. Sehr zu empfehlen!

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<h2>Superstitions – Elektronischer Nostalgie-Pop mit Beat</h2>

Superstitions” trägt den nostalgisch-blumigen Sound weiter. An manchen Stellen erinnert das Arrangement der facettenreichen Produktion an britische Pop-Produktionen á la Kate Nash oder Lily Allen. Bleibt aber immer etwas anspruchsvoller und raffinierter. Etwas erwachsener. Und die Beats etwas satter.

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Foto: Misun

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