„Meine Welt ist so dunkel, hier gibt es noch nicht mal Solarenergie“: So Nazar im Song „Generation Darth Vader“. Treffender könnte die Line kaum sein. Auf seinem achten Album „Irreversibel“ präsentiert uns Nazar einen Sound, der sehr düster ist.

Trotz vieler Einflüsse diverser Produzenten beweist der Rapper auf dieser Platte einen durchgängig finsteren Sound, der sich in drückenden Instrumentals widerspiegelt. Dasselbe Bild findet man auch in den Videoauskopplungen, die allesamt eine dunkle Atmosphäre wiedergeben. Sei es das Video zu „La Haine Kidz“, in dem Nazar mit den Vorurteilen der Seher spielt, oder das Video zu „Kalash“, in dem er sich in der Nacht und im Untergrund in Szene setzt. Zudem gibt es auf „Irreversibel“ Songs, die Altbekanntes wieder aufgreifen. So findet man in „Hokus Pokus“ den dritten Teil einer Serie, die mit „Simsalabim“ und „Abrakadabra“ begonnen hat. „Hood Life Crew“ setzt nahtlos an Nazars „Good Life Crew“ von vor drei Jahren an, bloß mit einer düstereren Thematik. Zudem findet sich auf der Platte ein Song, der einen Classic der deutschsprachigen Hip-Hop-Szene aufgreift. Im Song zu „Mein Viertel“ stimmt Sido nämlich zum Teil seine Hook zu „Mein Block“, mit der er bekannt geworden ist, an. Verbundenheit mit seiner Heimat Iran zeigt Nazar auf dem Track „Teheran“. Unterstützt wird er dabei von zwei deutschen Rappern mit iranischen Wurzeln: Mosh36 und Milionair. Anspieltipps: „Quadrat & Kreis“, „Signal“ und „Mein Viertel“.

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