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Neues von Smile and Burn: Get Better Get Worse
Konzept
Songwriting
Sound
Vocals
4.6Sterne

Die Berliner Punkrocker Smile and Burn veröffentlichten am 3. Februar 2017 ihr neues Album „Get Better Get Worse“. Ohrwurmfähige, schnelle, rhythmische, aber auch langsame, ruhigere Songs dürfen uns auf ihrer neuen Platte erwarten. Warum dieser Mix alles andere als unangemessen für eine Punkrock-Band ist, erfährt ihr in folgenden Zeilen.

Smile and Burn – Die Punkrocker aus Berlin veröffentlichten am 3. Februar 2017 ihr viertes und neuestes Album. „Get Better Get Worse“ heißt es und beinhaltet zehn Songs, die sich vor allem mit der Suche nach sowie dem Akzeptieren von sich selbst beschäftigen. Das Quartett wird erwachsener: Das Album beinhaltet sehr viel mehr ruhigere Songs, als wir es von ihnen gewohnt sind. Nichtsdestotrotz kommt uns in einigen Liedern der rotzige Gesang, der charakteristisch für Sänger Philipp ist, entgegen.

Get Better Get Worse

Mit „Not Happy“ ist die Einführung in das nachfolgende Album gelungen: Der Punk übernimmt hier die Oberhand, der Sound ist fetzig. Ab und zu erwischt man sich bei unwillkürlichen rhythmischen Bewegungen, die den Körper auf einmal bestimmen. Man kann sich vorstellen, dass dieser Hit auf Liveauftritten zum Pogen einlädt. „Bye Bye Perfect“ ist der Titel des zweiten Songs. Das Intro kommt nicht zu kurz und wird von einem guten Zusammenspiel aus E-Gitarre, Bass und Schlagzeug dominiert. Danach setzt eine klare Stimme ein, die von einer kräftigeren unterbrochen wird. Der Refrain von „Bye Bye Perfect“ ist ruhiger und lässt sich eher in das Genre Rock einordnen, die Strophen jedoch sind sehr „punkig“.

Das dritte Stück des Albums trägt den Namen „Good Enough“, ein ruhiger klarer Song, der zum Mitsingen animiert. Das Musikvideo dazu können wir uns seit November 2016 ansehen, hier gibt es ein ausführliches Review dazu. Danach folgt „Lie To Me“, das nicht ohne einem melancholischen Touch auskommt, dies verrät uns auch schon der Titel.

”shaking all on medicine
so I can love myself today
I’m depending all on medicine
so I can love myself today”

„Running on edges“ holt nach diesen stilleren Musikstücken wieder die Berliner Rotz-Ader aus den Jungs hervor: Der kräftige Gesang trifft auf klare Gitarrenklänge, die im Verlauf schneller und verzerrter werden. Ein melodisches Intro führt uns in den nächsten Song: „One step Forward“. Die punkige Stimme(n) werden von hartem Gitarren-, Bass- sowie Schlagzeugsound begleitet. „All Be Okay“ steht hier wieder im Gegensatz zu den vorherigen Stücken: Am Anfang kann man eine langsame Musik im Hintergrund vernehmen, im Vordergrund steht ein leichter Sprechgesang, der von im Chor gesungenen Stellen unterbrochen wird. „All Be Okay“ lässt die nachdenkliche Seite von Smile and Burn zum Vorschein kommen: Auf „again we fail for nothing“ wird mit „all be okay“ geantwortet.
Lied Nummer acht nennt sich „Home“. Ein ruhiger Song, bei dem rockige Parts nicht zu kurz kommen. „Home“ kann auf jeden Fall bei einigen ein Ohrwurm werden. Schnellere, von Kraft geprägte Töne sind charakteristisch für den nachfolgenden Song: „Nowhere Near You“. Außerdem lädt er von Anfang bis zum Schluss zum Mitwippen ein. „Suitcase“ bildet den Abschluss einer gelungenen vierten Platte und schließt den Kreis: Der Song kann sich mit dem ersten Stück „Not Happy“ auf eine Stufe stellen. Ein sehr punkiges Lied, welches nur von einem leiseren Refrain unterbrochen wird.

Fazit

Mit „Get Better Get Worse“ schafften es Smile and Burn ein sehr vielseitiges Album zu kreieren: Es besteht aus nachdenklichen Texten, klingt erwachsener, ruhiger und roher, kräftige Stellen dürfen aber auch hier nicht zu kurz kommen. Das Quartett zeigt hier eine neue Seite: Man merkt, dass der Pop-Punk zum Vorschein kommt und auch, dass sie dieses Genre ebenfalls gut bedienen.

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