Mit „Unity by Collision“ wollen sie Metal-, Hip Hop- und Rock-Fans begeistern. Hier stellen wir euch das gelungene Projekt der New Tenants vor.

Vor ungefähr zwei Jahren fanden sich im bayrischen Buchloe vier Jungs zusammen, deren unterschiedliche musikalische Einflüsse zu keinem besseren Ganzen hätten verschmelzen können. Sie nennen sich New Tenants und haben einen energiegeladenen und flüssigen Mix aus Metal, Rock und Hip Hop zu bieten. Auf ihrem Debüt-Album, erschienen im Mai 2015, beweisen sie nicht nur ihr musikalisches Geschick, sondern trumpfen auch mit dem Talent auf, unterschiedliche Musikstile in einen Topf zu werfen. „Wir führen Menschen, die normalerweise wenig bis gar nichts miteinander zu tun hätten, zusammen, um gemeinsam bei unserer Musik zu feiern“, beschreibt Sänger Jimmy Nelson die Philosophie der jungen Konstellation. Wir haben nachgeprüft, ob ihnen das tatsächlich gelingt.

Auf Kollisionskurs

New Tenants Albumcover

„Unity by Collision“ ist das Debüt-Album der New Tenants und erschien im Mai 2015.

„Unity by Collision“ nennt sich die erste Scheibe der Band und spiegelt somit auch im Titel die unterschiedlichen aufeinander treffenden Musikstile wieder. „Unsere Musik ist eine Kollision verschiedener Musikrichtungen“, erzählt Jimmy. Aber nicht nur Metal und Rock prallen auf Hip Hop und Rap, sondern in den Songs finden sich auch Texte rund um emotionsgeladene und gesellschaftskritische Themen wieder. „Die Inspiration für unsere Songs finden wir im täglichen Leben und im Kampf, es zu bewältigen“, so Jimmy. „Beim Rest ist es die Herausforderung, Passagen von Lieblingssongs aus Metal und Hip Hop neu zu verbinden.“

Das Ergebnis kann sich eindeutig sehen und hören lassen. Das in kompletter Eigenregie erschienene Werk dürfte vor allem für Fans von Rage Against The Machine und Limp Bizkit eine neuartige Bereicherung darstellen. Die Mischung aus durchgehendem Drum Beat, abwechslungsreichen Percussions, eingängigen Gitarrenriffs und hin und wieder auf Neues verweisenden Basslinien lässt wohl nur wenige unberührt. Auch die plötzlichen Stops und Breaks und nicht zuletzt Shouts machen „Unity by Collision“ zu etwas Anziehendem, Verlockendem und einfach Starkem.

Amerikanische Wurzeln

Zugegeben, ganz nach Jungs aus Deutschland klingen Jimmy Nelson, Alex Huber (Gitarre), Pirmin Schall (Bass) und Marcel Mandl (Drums) nicht. Allein der Gesangsstil entlarvt Jimmys amerikanische Wurzeln. Der Frontman verleiht den tiefgehenden Texten zusätzlich an Gefühl und Kraft. Bei vielen Bands hört man auf den tatsächlichen Text der Songs erst nach dem zweiten oder dritten Mal Anhören. Anders bei diesem Longplayer: den Lyrics kann man sich hier schon ab der ersten Nummer, „Bust Out“, nicht entziehen. Die pure Ehrlichkeit holt einen eben ein – und in dieser Crossover Rapcore Variante ist das besonders spannend.

Solide Basis

Mit „Unity of Collision“ haben die New Tenants definitiv keine halben Sachen gemacht. Auch wenn das Album ohne Label erschienen ist, ist es höchst professionell – sowohl aus der Perspektive der musikalischen Performance, als auch aus der technischen Betrachtungsweise. Bewiesen hat sich der neue Sound auch schon am „Rising Heroes Band Contest“ in München, wo sie im Jänner 2015 als Gewinner hervorgingen. Somit haben sie sich bereits einen guten Start ins Musikbusiness erarbeitet und wenn auch noch an manchen Passagen weiter gefeilt werden könnte, dürften sie schon bald eine größere Fangemeinde ihr Eigen nennen.

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