Niki Solar International: Neues Album „Happy Heavy Birthday“
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4.0STERNE

Das „Basswunder“ Niki Witoszynskyj hat sich nach längerer Abstinenz mit seinem Bandprojekt Niki Solar International nun mit einem neuen Album, „Happy Heavy Birthday“, zu Wort gemeldet. 2016 soll kräftig getourt werden. Wir haben uns den Tonträger genauer angehört.

Das Niki Solar International Album „Happy Heavy Birthday“ ist am 6. Dezember 2015 pünktlich zum namensgebenden Nikolaus Tag erschienen. Mit dabei im Studio waren tolle Gastmusiker, zum Beispiel Georgij Makazaria von Russkaja oder Deniz Malatyali von Cil City. Niki Solar International bestand für die Aufnahmen aus Niki Solar (Vocals & Bass), Hal West (Guitar) und Mike Wait (Drums). Mike verließ nachher die Band, der aktuelle Live-Drummer ist B. B. Kong.

Nikolaus Deutsch-Rap mit Funky Bass

Der Tonträger beginnt mit dem namensgebenden Track „Heavy Birthday Song“ und einem funky Gitarrenriff. Die ungewöhnliche Mischung, einerseits funky Partyband zu sein, aber andererseits auch musikalisch etwas zu bieten zu haben, wird hier gleich zu Beginn des Albums klar. Es schließt sich die Nummer „Alles Walzer“ an. Niki Solar versucht damit die Verbindung zu Falco aufleben zu lassen, ob ihm das gelingt, mag der Hörer selbst beurteilen. Mit „Sexxxy Girls“ werden die Szenetraumata von Niki Solar verarbeitet, an denen man wohl zwangsläufig leidet, wenn man als Profi-Fotograf die Konzerte von österreichischen Musikgrößen wie Falco, Supermax, Hansi Lang bis hin zu Drahdiwaberl verewigt.

2010 wurden schon vorab zwei Songs mit deutschen Texten aufgenommen. Wovon „Weck‘ mich nicht auf (ich träume nur vom Schlaf)“ gleich im TV-Film ‚Willkommen in Wien‘ (Darsteller: Wolfgang Bock, Ursula Strauss / Regie: Nikolaus Leytner) via ORF und ZDF zum Einsatz kam. Auf dem Album folgt dem Song „Sterne vom äußeren Rand des Universums“, ein anregender „Pausenfüller“ unter Mitwirkung von Freunden der Band, wie Georgij Makazaria von Russkaja oder Deniz Malatyali von Cil City. Der Track leitet über zum Song „Nikolaus (6Punkt12)“. Niki beschreibt rappend den Arbeitsalltag des Nikolaus und die Probleme, die sich durch die Verwechslung mit dem Weihnachtsmann ergeben. Dazu wurde auch ein Video gedreht.

In Bass we trust

Danach geht es in einer härteren Gangart mit „On the Grid“ weiter, Nikis Beitrag zu Liedern, die man gerne für längere Autobahnfahrten in den CD-Wechsler lädt – hoffentlich steigert der Song nicht die Verkehrsunfälle auf Östereichs Straßen. Spätestens bei Hals Gitarresolo sollten Leute mit Bluthochdruck einen anderen Song auflegen. In der nächsten Nummer hingegen kann Niki beweisen, warum er sich gern als „Basswunder“ tituliert. In „Bass de la Vista“ wird vorgeführt, wie ein funky Slapbass klingen kann.

„Ich kam als Bassist auf die Welt – alles andere musste ich erst lernen“ – Niki Witoszynskyj

Fazit

Das Album schließt mit zwei Remixes von „Sexxxy Girls“ und dem „Happy Birthday Song“. Dieses Album soll für Niki Witoszynskyj einen Neuanfang der musikalischen Art darstellen und das ist ihm mit diesem Tonträger sicher gelungen. Er verknüpft funkige Bassläufe mit den oft auch härteren Riffs von Hal West. Er verbindet deutschen Rap und typisch wienerische Szenekritik und gute Wiener Musiker mit guten Ideen für interessante Lowbudget-Videos. Auf dieser Basis kann man viel aufbauen.

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