Jung und hungrig präsentiert sich der Olexesh mit seinem neuesten Werk „Masta“.

Er legt sogar noch eine ganze Schippe drauf, denn die Flowvariationen auf Tracks wie „Halt den Ball flach“ wirken routinierter und sattelfester als noch vor zwei Jahren. Olexesh schafft es diesbezüglich, die Beatauswahl betreffend, dem Hörer viel Abwechslung zu bescheren. Von Trap, bis hin zu klassischen Beatstrukturen, ist zwar alles dabei, doch wirkt das Gesamtkonstrukt nie zerfasert durch diese Vielfältigkeit. Neben den, thematisch simpel gestrickten, Straßensongs kommt auch der Humor nicht zu kurz. „Arschkontrolle“ ist ein derartiges Beispiel für die Verquickung des stereotypischen Straßenrappers, mit einer gesunden Portion Selbstironie.
Dieser Ansatz setzt sich mit „Avtomat“ und dem Track „Kavalier“ fort. Auch was die Featureparts anbelangt gibt sich die LP keine, beziehungsweise fast keine, Blöße. Wenn Celo und Abdi auf „Meine Mannschaft“ oder Hanybal auf „HaHaHaHa“, routinierter und professioneller wirken als Altmeister Sido, mit seinem fast schon schlampigen Part zu „Schwitze im Bugatti“, ist diese Qualitätsschwankung eher ein Armutszeugnis für Sido, als für ein sonst sehr rundes Album. So bleibt am Ende der LP das Fazit, dass der deutsche „Ivan Drago“ anscheinend gekommen ist um zu bleiben. „Masta“ ist keine Stagnation und erst recht kein Schritt zurück. Olexesh will sich etablieren, festbeißen in der Deutschrapszene. Ein Vorhaben, welches ihm mit solchen Releases denkbar einfach fallen wird.

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