Painted Beehive - Mango Tango
Sound
Instrumental
Songwriting
3.9STERNE

Ein bunter Bienenkorb voller Facetten.

Die vier Jungs von Painted Beehive gründeten sich im Juli 2013 und erweiterten die Grazer Szene um zahlreiche neue Ideen und Sounds. In kürzester Zeit mauserten sie sich zu einer Band, die man kennen sollte. Live wird man entweder von schönen Klängen umschmeichelt oder mit schnellen, dreckigen Melodien beflügelt. Moderner Indie-Rock trifft schweren Shoegaze und Noise. Im Dezember 2015 veröffentlichten sie nun ihre Debüt EP Mango Tango.

Gestörte Sphären

Painted Beehive - Mango Tango

Makaberes Artdesign

Die erste Nummer „Monkey Town“ ist eine angenehme Indie-Nummer, die zwar schön ins Ohr geht, dort aber nicht hängen bleibt. Das Schlagzeug ist viel zu prägnant, treibt zu sehr, anstatt die wundervolle Gitarrenarbeit zu unterstreichen und hervorzuheben. Die Stimme von Sänger Kai Prehm fügt sich herrlich in die Melodien ein und lockert den Song auf. Beim Gitarrensolo wäre aber noch einiges möglich gewesen.„Moving Poem“ schlägt in die gleiche Kerbe, außer dass die Drums hier um einiges angenehmer gespielt sind. „Cup Of Amnesia“ zieht das Tempo an und ist eine gelunge Abwechslung zum Rest der EP. „Down In A Blue White World Where Everyone Is Beautiful“ erinnert sehr an Yuck und Mando Diao. Der brummende Bass trägt diese wunderschön gesungene Nummer, während die Gitarren sich von einem Höhepunkt zum nächsten jagen. Eine Palette voller Ideen macht die Nummer so zerbrechlich schön und zur Besten der EP. Die Drums sind trotzdem häufig wieder irgendwo. „Bloom“ baut prickelnde Spannung auf und passt perfekt dazu, Mango Tango abzuschließen. Eine ruhige Nummer, die trotzdem noch genug Punch hat und als einzige wirklich hängen bleibt; natürlich auch wegen der eingehenden Melodie, welche sich wie ein roter Faden durch die Nummer zieht.

Fazit

Painted Beehive bestechen in einer Form, die man bei uns sehr selten zu hören bekommt. Sie vermischen Shoegaze mit verschiedenen Arten des Indie-Rock, holen sich die Inspiration von Größen wie Beach House oder den Arctic Monkeys und geben ihre eigenen Einfälle dazu. Die Gitarren sind wunderbar aufeinander angepasst, die Stimme facettenreich, doch das große Problem ist das Schlagzeug. Oftmals werden die gut geschriebenen Nummern zerrissen. Die Technik des Drummers ist zweifelsohne sehr gut, jedoch ist weniger oft mehr. Painted Beehive haben eine manierliche EP abgeliefert und man kann sich auf kommende Veröffentlichungen freuen.

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