Parasol Caravans Debüt mag beim ersten Durchlauf sperrig und schwer zugänglich rüberkommen, man könnte Gefahr laufen, es nicht zu mögen. Doch das ist nicht die Schuld der Band.

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Parasol Caravan – Para Solem Label: Panta R&E

Para Solem ist ein Album zum Hören. Wer gefällige Musik für den Hintergrund sucht, der sollte die Finger davon lassen. Auf Para Solem muss man sich einlassen, den Songs der Platte Zeit geben, um sich im Gehörgang zu entfalten. Ist man bereit die Musik mit dem nötigen Ernst zu genießen, dann erkennt man, dass Para Solem ein großes Geschenk ist. Das Album wird durchzogen vom Motiv der Raumfahrt. Dazu passend trägt der instrumentale Opener den Titel „Take Off“, der würde übrigens auch exzellent auf das nächste Tool Album passen, so es denn jemals erscheint. Erst nach etwa 43 Sekunden von „Rising“ offenbart uns Sänger Alexander Kriechbaum erstmals seine Stimme, die ähnlich druckvoll daherkommt, wie das Soundgefüge, das sich durch die 49 Minuten des Albums zieht. Para Solem ist viel Tool und auch Kyuss, man möchte auch einen unterbewussten Hauch Audioslave vernehmen. Para Solem ist bittersüß mit „Snash“ und extrovertiert mit „Veneer“ und gewaltig mit „Black Monolith“ und stimmungsvoll mit „Diarancor“. Para Solem ist bemerkenswert. Die Existenz ist berechtigt, der Kauf empfehlenswert bis notwendig. Über die nächsten Monate und Jahre muss die Scheibe lediglich beweisen, wie hoch ihr Wiederhörfaktor ist. Einstweilen müssen Parasol Caravan zeigen, dass sie diese Latte, die sie sich mit ihrem Debüt gelegt haben, auch noch überspringen können. Wir empfehlen, Para Solem auf deinen nächsten Raumflug mitzunehmen.

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