Angefangen bei einem Grillenzirpen, beendet von einem sommerlichen Song. Bei Phenomens Nimmerlandblues könnte man meinen, er will den Sommer prolongieren.

Phenomen-Nimmerlandblues

Phenomen – Nimmerlandblues Label: Not Enough

Auf insgesamt neun Anspielstationen gelingt das dem Musiker auch zum Großteil, allerdings regt das Tape auch stark zum Nachdenken an. Durch einen melancholischen roten Faden, der sich durch die gesamte Platte zieht, schafft Phenomen eine besondere Atmosphäre. Oft kommt dabei Gänsehaut auf, oft aber auch ein Gefühl von Heimat. Da Phenomen aus einem ländlichen Umfeld kommt, und sein Umfeld in den Texten verarbeitet, kann man das darauf zurückführen. Die Gegend, in der der Musiker aufgewachsen ist, ist genauso abgeschottet wie das Nimmerland. Daher stammt auch der Titel des Tapes Nimmerlandblues. Durch eingängige, schon fast poppige Refrains, die auf gewisse Art und Weise immer noch melancholisch sind, haben einige Songs auf der CD einen Ohrwurmfaktor. Besonders bemerkbar macht sich das auf den Songs „Billy“ und „Windfrei“. Es gibt zwei Tracks auf Nimmerlandblues, die sich thematisch abheben. Bei „Mhmmm“ geht es textlich härter zur Sache, Phenomen teilt hier kräftig aus. Es handelt sich hier um den Raplastigsten Song des Albums, lediglich die Hook geht wieder ins Melancholische. Auch im Track „Whiskey gesippt“ geht es textlich deutlich härter zur Sache, allerdings kommt hier Rap-untypisch die E-Gitarre zum Einsatz. Diese kann man auf Nimmerlandblues häufiger hören, und das tut dem Tape sehr gut.

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