Am 25. September 2015 wird das neue Album von Dragony erscheinen. Mit „Shadowplay“ präsentieren die sechs Jungs ein Power Metal Highlight des Jahres.

Intensive Drums, ausgefeilte Gitarrensolos und eine stimmliche Steigerung der Superlative: Dass Dragony in den letzten drei Jahren nicht auf der faulen Haut gelegen haben, zeigen sie uns klar und deutlich mit ihrem neuen Studioalbum „Shadowplay“. Am 25. September 2015 wird das neue Meisterwerk der Glory Metaller veröffentlicht und mit Sicherheit für viele Power Metal Fans ein Highlight des Jahres sein. Neben typischen Symphonic Power Metal Hymnen sind auch eine wunderschöne Ballade, individuelle Sound-Experimente und zwei einzigartige Cover-Songs am Album zu entdecken.

Nur das Beste

Das Sextett aus Österreich rund um Sänger Siegfried „The Dragonslayer“ Samer wollte auf seiner neuen Scheibe eindeutig nichts dem Zufall überlassen. Für die kräftigen Orchester-Arrangements holten sie sich Unterstützung von Lukas Knoebl, der, erfahren durch seine langjährige Karriere bei der Grazer Symphonic Metal Band Illuminata, Songs wie „Wolves Of The North“ und „Babylon“ den orchestralen Feinschliff verpasste. Doch nicht nur am instrumentalen Part der Scheibe wurde bis ins letzte Detail gefeilt. Bei der längsten Nummer am Album, „The Silent Sun“, ist eine beeindruckende Zusammenarbeit mit Savatage-, Trans Siberian Orchestra- und Circle II Circle Frontman Zak Stevens zu verfolgen. Die Stimmen von Siegfried und Zak harmonieren von der ersten Note an und verleihen dieser Nummer einen ganz besonderen Charakter.

Shadowplay_Cover_Dragony

Das Cover-Artwork wurde von keinem geringeren wie Péter Sallai (u. a. Sabaton, Satyricon) gestaltet.

Bevor diese letzten Details allerdings die Scheibe veredeln konnten, mussten die Songs erst einmal geschrieben werden. Dabei bedienten sich Dragony keiner einheitlichen Story wie bei ihrem ersten Album „Legends“, sondern an vielen verschiedenen Themen. „’Wolves Of The North‘ etwa ist sozusagen unser ‚Game Of Thrones‘-Song, ‚Shadowrunners‘ ist von dem RPG-System ‚Shadowrun‚ inspiriert, ‚Kiln Of The First Flame‘ von dem Videospiel ‚Dark Souls‚ und ‚The Silent Sun‘ von Dantes ‚Göttlicher Komödie‚. Dazwischen gibt es immer wieder ganz eigene Kreationen, wie etwa die Hymne ‚Unicorn Union‘, die den Fans der Band gewidmet ist“, beschreibt Siegfried die unterschiedlichen Inspirationsquellen.

Danach ging es ins ab ins Studio: „Mit unserem Produzenten Frank Pitters machen wir das Arrangement der Songs, basteln daran herum bis alles passt. Jeder Musiker entwirft seine Parts, und dann erst, wenn diese umfangreiche ‚Pre-Production‘ abgeschlossen ist, beginnen wir mit den eigentlichen Aufnahmen.“ Gemastert wurde das Werk in den Dreamsound-Studios von Jan Vacik, wo auch Bands wie Serenity oder Serious Black aufgenommen wurden. Um alles einheitlich zu gestalten, suchte man sich für das stimmige Cover-Artwork keinen geringeren als den ungarischen Künstler Péter Sallai, der auch bereits für Sabaton und Satyricon sein Bestes gegeben hatte.

Wie es klingt

Begonnen wird das Album mit Wolves Of The North, einer Nummer, wie man sie sich nur als erste auf einer Power Metal Scheibe wünschen kann. Dragony präsentieren sich von der ersten Sekunde an kräftig und doch verspielt und durch die orchestrale Setzung mächtig und beeindruckend. Diese Stimmung bleibt einem im ersten Drittel des Albums erhalten. Großartige Gitarren jagen schnelle Drums und die emotionalen, starken Vocals von Siegfried setzen jeder Nummer noch eins drauf. Es geht um Zusammenhalt, Stärke und Mut. Die Nummer „Shadowrunners“ ist nicht nur von einem RPG-System inspiriert, sondern hat auch definitiv PC-Spiel-Soundtrack-Potential. Auch der Favorit der Band, „Kiln Of The First Flame“, gehört zu diesen kräftigen Beginnen. „Auf Grund seines stampfenden Mid-Tempo Charakters macht er auch live jede Menge Spaß. So einen Song gab es von uns bisher noch nie“, erzählt Siegfried.

„When the doctor is in let the madness beginn“

Doch auch für Träumereien und Sehnsüchte bleibt genug Platz. So zeigen sich Dragony mit der vierten Nummer, „The Maiden’s Cliff“, von ihrer sanften Seite. Harmonische Saiten-Instrumente und Flöten-Melodien nehmen den Zuhörer mit auf eine Reise. Augen schließen und treiben lassen – das ist das stille Motto dieses faszinierenden Songs, der mit Sicherheit zu den Top-Tracks am Album gehört. Aber die Stille währt nicht lange. Weiter geht es im typischen Power Metal Stil mit einigen individuellen Sound-Experimenten auf der instrumentalen sowie mit kräftigem Belting und einer enormen Range auf der gesanglichen Seite. Vor allem „Dr. Agony“ tanzt durch seine Comedy-artige Komposition etwas aus der Reihe. Weiß man zuerst nicht so recht, was man davon halten soll, vereinen sich heitere Klavierpassagen, schreiende Gitarrensolos und marschartige Drums am Ende doch zu einem einheitlichen Sound, wenn es heißt: „When the doctor is in let the madness begin.“

Besonderen Spaß dürften so manche Fans der 80er und 90er mit den beiden Bonus Tracks haben. Die beiden Cover „True Survivor“, im Original von David Hasselhoff als Titeltrack zum Film „Kung Fury“, und „The One & Only“, im Original von Nik Kershaw geschrieben und von Chesney Hawkes zum Hit vertont, mischen das Album nochmal ordentlich auf. Wer „Shadowplay“ im klassischen Power Metal Stil beenden möchte, der sollte wohl bereits nach der zehnten Nummer auf Pause drücken. Wer aber offen für typische 80er Elemente gepaart mit Power Metal Vocals und Gitarren ist, dem werden auch diese beiden Cover Nummern viel Freude bereiten.

Fazit

Im Großen und Ganzen präsentieren uns Dragony eine grandiose Power Metal Scheibe, die für Fans dieses Genres ganz bestimmt zu den Highlights 2015 zählen wird. „Shadowplay“ zeigt die Österreicher mit all ihren Facetten und Talenten. Wer sich das neue Album auch live nicht entgehen lassen möchte, der kann die Jungs ab Ende Oktober/Anfang November gemeinsam mit Gamma Ray auf deren Jubiläumstour bewundern. Für eine geballte Ladung Symphonic Power Metal wird auf jeden Fall gesorgt sein.

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