PRIM starten mit erstem Album durch
Kompositionen
Arrangements
Abwechslung
Instrumente
Professionalität
4.4STERNE

PRIM bereiten mit ihrem ersten Album allen Jazzliebhabern große Freude. Das Wiener Trio beweist gekonnt, wie Jazz in Österreich klingen kann und soll. Was einem beim Hören des Albums erwartet findet ihr hier.

PRIM nennt sich eine Wiener Gruppe, die gerade in der heimischen Jazzszene Fuß fasst. Felix Biller, der gerne mal kräftig in die Tasten haut, Konuray Mutluer, ein Meister der tiefen Bassklänge, und Ralph Dammerer, der den Beat vorgibt, bilden das Jazz-Trio PRIM. Seit Oktober 2015 gibt es die Gruppe in dieser Formation und diesen Sommer, genauer gesagt am 22.07.2016, veröffentlichten sie ihr erstes Album „More & Less Diminished“. Ob es sich lohnt dieses käuflich zu erwerben könnt, ihr hier herausfinden.

VARIETÄT

Ihr Album zeichnet sich vor allem durch Vielfalt aus. Neben ruhigen und dezenten Nummern gibt es auch Titel, die einen beinahe vom Hocker heben. Durch den gekonnten Einsatz der Instrumente wird jedes Lied auf der CD zu einem eigenen Erlebnis. Es gehen zwar alle Stücke in eine Richtung, die den Stil der Band ausmacht, aber dennoch weist jedes einzelne so viele Feinheiten und Unterschiede auf, dass man ganz verschiedene Hörerlebnisse wahrnehmen kann.
Felix Biller führt mit seinen magischen Fingern auf dem Klavier durch das gesamte Album und scheint die feste Konstante zu bilden. Mit einschlägigen und bildhaften Melodien schafft er es vor dem inneren Auge Landschaften zu malen. Die Töne, vor allem bei dem letzten Track „Sofietell“, klingen im Ohr weiter, auch wenn das Stück schon längst zu Ende ist. Einfach genial!

Aber auch Konuray Mutluer beweist sein Können immer wieder. Mit solistischen Einlagen bringt er viel Schwung mit sich und auch wenn er den Hintergrund mit seinem Bass bildet, entsteht durch seine Fingerfertigkeit ein einzigartiger Rhythmus und Klang.
Ralph Dammerer, ein sichtlich begabter Jazzdrummer, verleiht dem Album mit dezentem und gut kombiniertem Einsatz den nötigen Beat. Durch die geschickte Verwendung der Sticks bringt er wohl bekannte, als auch neuartige Jazzklänge in den verschiedenen Nummern ein.

Das Album ist wirklich gut gelungen und ist sowohl für Jazzliebhaber, als auch für Musikbegeisterte anderer Genres gut geeignet. Mit angenehmen Klängen, die hin und wieder in bombastische Höhen und Tiefen ausschweifen, bietet ihr Debut-Album viel Raum um sich ein innerliches Bild zu malen von dem was man hört.

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