Psychos on the Run - Hassliebe zum Einhorn
Cover
Kreativität
Abwechslung
Songtitel
3.8Sterne

Psychos on the Run haben ihre neue EP Darkness is Rising auf den Markt gebracht. Dieses Stück Einhornfleisch, wie sie es selbst bezeichnen, erzählt grauenhafte Geschichten. Doch welche genau?

Nachdem 2009 ihr erstes Demo rausging, folgten 2010 und 2013 zuerst „Cemetery Love Stories“ und dann „Lesbian Vampires“. Schon allein die Namen der vier gequälten, volltrunkenen Bastarde, wie sie sich übrigens selbst nennen, geben Aufschluss darüber, dass die Psychos alles andere als „normal“ sind. Ron D. Woo „The Cowboy From Hell“, Rafael „Rick Rascal“ Wagner, Luke Le Puke Dudemeister und Bob Soap, Earl von Loxley. Puh, ganz schön viel auf einmal, doch mit ihrer Craziness sind sie noch lange nicht fertig.

Unicorn

In ihrer neuen EP „Darkness Rising“ haben sie allem Anschein nach ihre Liebe zu Einhörnern entdeckt. Doch warum gerade das Einhorn? „Das Fabelwesen in der zentralen Position der EP als Mahnmal für die degenerierte erste Welt und unsere unsinnigen Probleme“, erklärt uns Ron. Luke scheint dazu aber seine eigene Theorie zu haben: „Weil Einhörner die hässlichsten Viecher auf dem Planeten sind. Sie sind der Grund jedes Übels.“
Dem „hässlichen Viech“ haben sie auch einen Song auf ihrer neuen EP gewidmet. In „Darkness Rising“ geht es um Einhorngenozid und im dazugehörigen Video dreht ein Stück Leberkäse auf einem Plattenspieler genüsslich seine Runden.

Dass sich aber alles nur um dieses Fabelwesen dreht, ganz so ist es dann auch wieder nicht. Ganz nach Psycho Teen Trash’n’Billy Rock’n’Roll-Manier befinden sich drei weitere Songs auf ihrer Platte: „I Got a Bullet With Your Name On It“, „Let me take you home“ und „Gimme ya heart“. Die Themen, die hier behandelt werden, sind alles andere als harmlos und auch hier stellen Psychos on the Run unter Beweis, dass es immer noch eine Spur verrückter geht.
Im ersten Song geht es nicht nur um die Liebe, sondern auch um Rache und Morddrohung gegenüber der verflossenen Liebe. „Let me take you home“ handelt von einem „besorgten Mitbürger“, sodass hier die Stalker-Thematik aufgegriffen wird und in „Gimme ya heart“ treibt ein Herzensbrecher sein Unwesen. Der nimmt „Gimme ya heart“ allerdings etwas zu wörtlich und er hat es tatsächlich auf das menschliche Herz abgesehen. So schaffen es Psychos on the Run auch noch den Kanibalismus unterzubringen und verblüffen so mit einer großen Bandbreite an unterschiedlichen Themen.

Psychos

Psychos on the Run live im Club Wakuum

Mit ihren neuen Songs wollen Psychos on the Run „’irrationale fame‘ und selbstverständlich Weltfrieden und neue Weltordnung erreichen“. Mit jeder Zerstörung kommt es zu einem Neuanfang und im Chaos liegt ein unentdeckter Ansatz. „Sieh dich um und ordne alles neu, was du kannst. Lass dich essen, um das nächste Mal der Esser sein zu können. Irrationaler Suizid zum Wohle aller – schön.“

Mit Darkness Rising reitet man auf dem Rücken des Fabelwesens, und das ohne Wiederkehr. Also einfach einmal reinhören und sich von dem „hässlichen Viech“ verzaubern lassen.

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