Hands Like Houses zeigen mit ihrer neuen EP „reimagine“, wie vielseitig und wandelbar ihre Songs sind.

Ein bisschen über ein Jahr nach dem Release ihres erfolgreichen zweiten Albums haben Hands Like Houses sich jetzt an ein Experiment herangewagt. Fünf Songs von „Unimagine“ wurden komplett neu interpretiert, aufgenommen und am 16. September unter dem Namen „reimagine“ veröffentlicht.

„This EP has given us the opportunity to explore different avenues with our music.“

Der Titel der EP hält, was er verspricht: Fünf unglaublich gefühlvolle, stilistisch unterschiedliche Tracks mit vielen Akustik- und Percussion-Elementen, in ihrer puren Schönheit. Es wäre unangebracht, die verschiedenen Versionen zu vergleichen – hat doch jede von ihnen ganz spezielle und besondere Elemente. Gitarrist Alex Pearson im Studio-Update: „This EP has given us the opportunity to explore different avenues with our music. We tried different styles and and it’s more the sort of music that we tend to listen to.“

Die Songs

Der erste Song der EP ist „recollect“, eine Variation von Shapeshifters, ein Lied, das mich schon auf Unimagine völlig umgehauen hat. Die Atmosphäre, die das Lied ausstrahlt, ist locker und upbeat und bringt einem ein Lächeln aufs Gesicht. Der Text blieb, wie bei allen Liedern, gleich, kommt aber in der „puren“ Version noch ein bisschen mehr zur Geltung.
revive“ hat einen ähnlich lockeren Beat und man erkennt einige Melodien aus dem Origninal Introduced Species wieder, das Lied kommt aber komplett ohne die härteren Elemente aus.

Jede Menge positive Vibes werden bei „rediscover“ (No Parallels) gesendet. Mit dem Pfeifen im Hintergrund und den soften Gitarrenklängen wird auch die düsterste Stimmung aufgehellt. „No fear, just faith, no bit, just break the path and let it lead you. Unknown, unblind, run free, run wild and leave behind what holds you down.”
Ein sehr emotionaler, intimer Song ist „reflect“, der letzte auf der EP und als Developments der erste auf Unimagine. Ich bin ganz ehrlich – ich hab mit den Tränen gekämpft. Nicht, weil der Song besonders traurig oder die Lyrics besonders düster sind, sondern weil das Lied einfach aus puren Gefühlen besteht.

Artwork

Hands Like Houses 2

Das Artwork der „reimagine“ EP

Wie alle bisherigen Designs ist auch das Artwork von „reimagine“ sehr gelungen. Eine „re-imagination“ des Unimagine-Artworks, die ein bisschen aussieht, wie ein Bild, das einem im Traum erscheinen könnte. Für das Artwork der Schallplatte forderte die Band ihre Fans auf, wiederum das „reimagine“ Design neu zu interpretieren. Ob mit Photoshop, Illustrator oder ganz altmodisch mit Stift und Papier – das beste Design wird dann für die Schallplatte verwendet. Gewinner gibt es momentan noch keinen, die Einsendungen werden noch begutachtet und beurteilt.

Fazit

Insgesamt ist „reimagine“ ein wirklich gelungenes Projekt. Man sieht wieder mal, wie talentiert und kreativ jeder einzelne in der Band ist und wie gut sie alle als Team zusammenarbeiten. Man hat auch irgendwie das Gefühl, dass sie sich mit den ruhigeren, gefühlvolleren Versionen wohler fühlen.
Ich kann es kaum erwarten, die EP dann am 4. November bei der Show in Bratislava zu kaufen (Bratislava? Naja, wenn die Jungs nicht nach Österreich kommen, muss man eben ein bisschen rumfahren…) – Wenn ihr die Strapazen eines Roadtrips nicht auf euch nehmen wollt, könnt ihr „reimagine“ auch auf iTunes downloaden oder bei Rise Records die „physical copy“ kaufen.

Tracklist der EP:
recollect (Shapeshifters)
revive (Introduced Species)
rediscover (No Parallels)
release (A Tale Of Outer Suburbia)
reflect (Developments)

Fotocredit: Hands Like Houses / Sammy Roenfeldt

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