Das lang erwartete Debütalbum „Prayer“ von Robin Schulz ist vor kurzem erschienen.

Lang erwartet, gehyped, gefeiert und endlich veröffentlicht – das Debütalbum „Prayer“ des deutschen DJs und Produzenten Robin Schulz erschien am 19. September. 20 Singles beinhaltet es, darunter die bereits vorab veröffentlichten und erfolgreichen Hits „Waves“ und „Prayer in C“.

Die Meinungen zu Robin Schulz gehen auseinander – langweilig und nichts Neues, sagen die einen, absolut genial, die anderen. Man mag vom 27-Jährigen halten, was man will, aber er hat mit seinem Schaffen Erfolg. Sein erstes Album stieg in Österreich auf Platz zehn der Album-Charts ein, in Deutschland ist es Rang sieben und in der Schweiz sogar Platz vier. Es ist zu erwarten, dass sich „Prayer“ in den nächsten Wochen noch weiter verbessern wird und an die bisherigen Erfolge der Singleauskopplungen anschließen wird. Denn mit „Waves“ erreichte Robin Schulz sowohl in seinem Heimatland Deutschland, als auch in Österreich, der Schweiz und in den UK Platz eins der Charts.

Cover Prayer – Robin Schulz

Den Vater als Vorbild

Chart-King Schulz erkannte schon früh seine Leidenschaft zu elektronischer Musik. Sein Vater war in den 80er Jahren selbst DJ und hat seinen Sohn für seinen Berufswunsch inspiriert. Als 17-Jähriger spielte er seine ersten Gigs in einem Club in seiner Heimatstadt Osnabrück, drei Jahre später organisierte er die erste große Party. Auf seinem Erfolgsweg wird ganz klar dem Internet eine große Rolle zuteil. Mit der Veröffentlichung von „Waves“ auf seiner Soundcloud Seite und seinem YouTube Channel, erlangte Robin Schulz erstmals große Aufmerksamkeit, die auch über die Grenzen Deutschlands hinaus ging. Seit Sommer 2013 betreibt Schulz sein eigenes Label „Lausbuben Records“.

Alte Bekannte

Die Musik des Robin Schulz lässt sich am besten als textlastigen Deep House beschreiben. Die Songs bei dieser Stilart des House sind langsamer und melodischer und die Musikrichtung boomt derzeit enorm. Neben Schulz kann man unter anderem auch Fritz Kalkbrenner und Klangkarussell dem Deep House zuordnen. Robin Schulz jedenfalls beherrscht den Stil meisterhaft. Nicht umsonst haben Musikgrößen wie Lykke Li oder Coldplay bei ihm um eine Neuinterpretation ihrer Hits angefragt. Vor allem der Remix von Lykke Lis „No Rest For The Wicked“ zählt zu einem meiner Lieblingssongs auf der EP. Generell trifft man beim Durchhören auf bereits bekannte Songs. „A Sky Full Of Stars“ von Coldplay, „Rather Be“ von Clean Bandit oder auch „Changes“ von Faul & Wad Ad vs. Pnau wurden vom Deutschen frisch aufbereitet.

Die neueste Auskopplung des Albums heißt „Sun Goes Down“ und steht in den österreichischen Single-Charts auf Platz 51. Da der Song aber denselben Kriterien folgt wie seine sehr erfolgreichen Vorgänger, ist zu prophezeien, dass er bald weiter oben der Rangliste zu finden sein wird und natürlich die Tanzflächen unseres Landes erobern wird.

Auch auf der EP zu finden, ist der Mix von „Willst Du“. Der Song, ursprünglich vom deutschen Rapper Alligatoah, polarisierte ob des Textes und des Videos extrem. Dabei schrieb Alligatoah den Text mit sozialkritischer Absicht, wie man beim Hören der Originalversion, siehe Video, merkt. Durch den Remix jedoch sei die gesamte kritische Aussage dahin, so die Meinung vieler Internet-User.

Fazit

Robin Schulz nutzt die Welle, auf der er gerade gen Erfolg schwimmt, perfekt aus. Seine Musik erlebt momentan einen enormen Hype – kein Wunder: jeder der 20 Singles auf „Prayer“ hat absolute Ohrwurmgarantie. Ob nach einem stressigen Tag, Samstag Abend auf der Tanzfläche oder nebenbei im Auto, die Musik eignet sich für fast alle Lebenslagen. Für geschätzte drei Wochen. Die Songs sind sich allesamt sehr ähnlich, folgen demselben Schema und nutzen sich deshalb bald ab. Aber für genau dieses Szenario plant Robin Schulz schon das nächste Album.

Fotocredits: warnermusic.de, webl0g.net

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