longing, loneliness & space

Wenn du schon keinen Subwoofer hast, dann verwende doch bitte wenigstens (qualitativ annähernd hochwertige) Over-Ear-Kopfhörer, denn sonst verpasst du den Tremor dieses Albums!

Das englische Wort „tremor“ (Mz.: „tremors“), was so viel wie „Beben“ oder „Erschütterung“ bedeutet, ist nicht nur der Titel, sondern auch die treffendste Bezeichnung für dieses Klangwerk.

Erschaffen wurde es vom Londoner Christopher Taylor, der mittlerweile in einer der lebenswertesten Städte der Welt – ja, ich spreche von Wien (!) – lebt. „I hate London“ ist nur eines der Zitate des Alltime-Kapuzenträgers, nichtsdestotrotz kehrt er immer wieder in die Heimat zurück, um „wiederaufzuladen“.

Ausgestattet mit Launchpad, Mikro, Gitarre und Keyboard loopt er sich in Begleitung seiner unverkennbaren Stimme durch die Musik und erschafft damit neue Sphären. Die Songs sind nicht einfach nur melancholisch: Sie dringen in deinen Gehörgang ein, wollen dort aber nicht bleiben, also entschließen sie sich zu mutieren, sich zu verstärken, weiterzuwandern und nicht aufzugeben bis sie jede kleine Zelle in allen Teilen deines Körpers erreicht haben, um sie – wie schon erwähnt – zu erschüttern.

Jedoch stellt sich eine Frage: Warum gibt es nicht eine heitere Nummer auf der Scheibe?
Die Antwort: Fröhliche, aufmunternde Songs bewegen Christopher einfach nicht.

In einem Interview erklärt S O H N, dass sein Durchbruch relativ rasch gekommen ist. Das hat seiner Meinung nach eventuell damit zu tun, dass seine Musik viel Raum für Interpretation(en) bietet und es somit leichter fällt, sich in seine Musik hineinzufühlen. Für ihn spielen vor allem die Dinge zwischen den Zeilen eine wesentliche Rolle.

An alle, die nun auf den Geschmack gekommen sind ihn live zu sehen: S O H N spielt am 23. April 2014 in der Arena Wien und am 30. Mai im PPC Graz!

Mehr Infos findet ihr wie immer auf www.music-news.at!

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