Rechtzeitig zu Beginn der Festivalsaison sind die beiden wilden Elektrojungs mit ihrem neuen Album zurück!

Schluck den Druck sind zurück mit ihrem neuen Album “Rave ist Karate”. Die zwei haben sich zum Ziel gemacht, den „emotionslosen Minimal“ endlich zu bekämpfen. Was sie genau vor haben? Mit ihren wilden, zuweilen dramatischen Elektro-Hymnen, die Elektroszene aufmischen. Anstatt reduzierter Klarheit und zurückhaltendem Understatement setzen sie lieber auf Direktheit, Lautstärke und viel von allem.

Seit 2010 „Im Rausch mit Freunden

Die Band hat 2010 ein eigenes Label namens “Im Rausch mit Freunden” gegründet. Genau so hieß auch das Debutalbum. Mit diesem hatten sie schon erste Gehversuche in krachigem Elektro gemacht. Mit dem neuen Album „Rave ist Karate“ bleiben sie konsequent den fetten Bässen treu und machen dem Label-Namen damit alle Ehre. Den Rausch mit Freunden kann man laut dem neuen Album beispielsweise beim “Schach zu dritt” erleben. Nach der ziemlich wilden, basslastigen Nummer “Ich will”, wird weitestgehend auf weitere unnötige Textzeilen verzichtet. ”Schach zu dritt” ist eine vertonte Einladung, die man natürlich nicht ausschlagen möchte. Laute Gitarren und simple Beats zu gegrölten Lyrics in feinster Deichkind-Manier sind der rote Faden des Albums.

Hymnen für Generation-Y

Das Album bietet aber noch mehr. Der dritte Song ist eine kleine Hymne für alle, die von ihrem Schicksal als Teil der Generation-Y geplagt sind. Entscheidungsunfreudig? Planlos? Zukunftsängstlich? Schluck den Druck bietet akute Entscheidungshilfe. Wo Fettes Brot in “Jein” noch zu melancholischem Trompetenspiel ihre Unfähigkeit besangen, sich für oder gegen das richtige Mädchen zu entscheiden, gehen „Schluck den Druck“ etwas pragmatischer an die Sache heran:

“Schnick, Schnack, Schnuck – Schere, Stein, Papier. Nimm das, mit dem und ab dafür! Schnick, Schnack, Schnuck – Schere, Stein, Papier. Ich treff jetzt ‘ne Entscheidung hier!”

Manchmal kann es doch ganz einfach sein.

Der Titelsong des Albums „Rave ist Karate“ ist eine laute, heftige Elektronummer mit kratzigem Synthesizer und einfachen Drums. Aber die beiden Producer „Sprechen folgendes Machtwort: Tanzen ist auch Sport!“ Wer das noch nicht wusste, ist nun schlauer und kann sich endgültig dazu aufgefordert fühlen, den Beat zu fühlen und loszuhüpfen.

Ich sehe beim Zuhören schon glückliche Festivalbesucher vor dem inneren Auge, die angeheitert vor ihren Zelten stehen und mit „Schluck den Druck“ in den Partytag starten. Das dürfte auch ganz im Sinne der beiden Musiker sein. Sie selbst haben eine zweijährige Festivaltour auf sich genommen, um ganz Deutschland an ihrem Rausch teilhaben zu lassen. Der Untergrund-Hit “Schokolade” war der Anfang. Es folgten darauf hin unzählige Gigs in deutschen Clubs und dann alle Festivals von Melt! bis SonneMondSterne. Damit die Konzertbesucher sich schon mal richtig eintanzen, bevor Schluck den Druck die Bühne betreten, haben sie inzwischen seit zwei Jahren Unterstützung von “Angst kotzt schwarzweiß”, die sie als Vorband begleiten und der Menge schon mal einheizen, bevor „Schluck den Druck“ dann den endgültigen Rausch einleiten.

Ab dem 15. Mai 2015 ist das Album in allen gängigen Plattenläden zu finden, sowie für die Technik-affinen Hörer natürlich auch als Download. Um ihre Fans zu beeindrucken haben sich „Schluck den Druck“ für dieses Album außerdem etwas besonderes einfallen lassen. Sie untermalen ihre musikalische Kreation mit visuellen Reizen. Das Booklet zum Album enthält aufregende Bilder der Künstler, mal halbnackt aneinander gekuschelt, mal frühzeitig ergraut. Glücklicherweise nehmen sich die beiden Musiker selbst nicht allzu ernst. Das ist eine willkommene Abwechslung. Was sie aber ernst nehmen ist der Anspruch, den ihre Fans an sie haben. Für die zukünftigen Live-Shows haben wollen sie den BesucherInnen daher ein Erlebnis für alle Sinne bieten. Dafür scheuen sie keine Mühen und Kollaborationen. Sie haben sich mit insgesamt acht verschiedenen Video-Künstlern zusammen getan. Durch die Visualisierung der Musik, soll der Rave erst so richtig in Gang kommen. Begutachten kann man das Ergebnis auf der Festival-Tour diesen Sommer und bei der anschließenden internationalen Album-Release-Club-Tour im Winter.

Nichts für sanfte Gemüter

Die beiden selbsternannten “Rave-Schweine” schaffen es auf jeden Fall jeden Appetit auf satte Gitarren, minimalistische Beats und Elektrotrash-Hymnen zu befriedigen. Das Album ist perfekt für den angekündigten (Voll-) Rausch. Für das anspruchsvolle Ohr sensibler Elektrogenießer, ist es allerdings eher weniger zu empfehlen.

„Schluck den Druck“ bald live erleben!

Die Band geht auch mit ihrem neuen Album wieder auf Tour. Mehr über Termine und aktuelle Infos findet ihr unter: Schluck den Druck Facebook

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