Sommerlaune zum Abspielen von CellaRootz Productions
Stimmung
Abwechslung
Qualität
Gesamtkonzept
4.2Sterne

Nach jahrelanger Zusammenarbeit erschien vor kurzem das erste Album von CellaRootz Productions „Coming Home“. Eine Reggae-Platte, die das Gefühl eines unbeschwerten Strandurlaubs herbeizaubert.

Das erste Album „Coming Home“ des Duos Dominik Gall und Sebastian Schwager, die 2009 CellaRootz Productions gegründet haben, erschien am 1. Juli 2016 und beinhaltet die stolze Anzahl von 18 Songs – von 18 verschiedenen Künstlern. Die beiden Reggae-Musiker aus Passion haben keine Mühen gescheut und Gastmusiker aus der ganzen Welt an ihrem Erstlingswerk mitarbeiten lassen. Der Opener „Better Days“, der in Kooperation mit Kelvin Dixon (ehemaliger Leadsänger von Inner Circle) und Deliman entstand, schafft eine perfekte Atmosphäre für den Einstieg: Wer die Augen schließt und seine volle Aufmerksamkeit der Musik schenkt, wird mit der schönen imaginären Vorstellung eines lauen Sommerabends am Strand mit Cocktailbar und Tanzfläche belohnt.

Ein ähnliches Feeling verspricht der Song „High Grade“, bei dem Gastmusiker Zamunda aus Jamaica zu hören ist: Entspannender Sound und Relaxing pur. Wer eher auf schnellere Reggae-Klänge steht, wird mit dem Song „Let Them Know“ belohnt werden, der in Zusammenarbeit mit Musiker Criso entstanden ist.

Viele Einflüsse, breit gefächertes Ergebnis

Neben dieser „typischen“ Reggae-Songs ist auch eine große Anzahl von Songs vertreten, die nicht unbedingt auf den ersten Blick in die Reggae-Schublade zu passen scheinen. Bei „Kidnap Mi Heart“ (Feat. Lia Caribe) klingen zwar erste Popmusik-Elemente an, dennoch ist insgesamt ein entspannter Reggae-Sound zu hören. Der Track „Rescue Me“, der durch die Stimme von Ms. T. geprägt wird, ist dagegen noch ein Stückchen melodiöser und lässt sich eher der Popmusik zuordnen. Dennoch passt er sehr gut zur Platte und bringt ein wenig Abwechslung für den Zuhörer.

In eine ganz andere Richtung geht der rein instrumentale Titel „Desirable“, der ein wenig unpassend auf dem Longplayer wirkt. Die Mischung verschiedener Elemente aus den Bereichen Reggae, Dub, R’n’B, HipHop oder Pop bietet dem Hörer zwar Abwechslung, dennoch schaffen CellaRootz damit ein wenig Verwirrung beim Zuhörer. Das Konzept eines Gesamtkunstwerks, das einen roten Faden im Verlauf der Tracklist besitzt, geht verloren. Letztlich wirkt die Platte damit wie eine bunte Sammlung verschiedener Songs.

Reggae Musik als Mission

Cover-mit-CellaRootz

Cover des Albums „Coming Home“, © CellaRootz Productions

CellaRootz Productions ist ein Projekt aus Wien von Dominik Gall und Sebastian Schwager, die sich bei einer Jam-Session einer Musikschule am Attersee kennengelernt haben. Anfangs war Reggae lediglich ein gemeinsames Interesse der Beiden, seit 2009 haben sie sich der „Reggae-Musik als Mission“ verschrieben. Das Duo war im Laufe der Jahre als Support-Act für verschiedene Bands unterwegs und veranstaltete in ihren Studios in Attersee mehrere Aufnahmesessions bis schließlich das erste eigene Album produziert wurde. Dafür haben sie verschiedenste Gastmusiker aus der ganzen Welt an ihr Mikrophon geholt: Naptali, Zamunda, Holloway und Lia Caribe sind nur einige von Ihnen. Das Debütalbum setzt sich am Ende der Arbeit aus 18 Tracks von 18 Interpreten zusammen – eine vielfältige musikalische Mischung also.
Die Arbeit haben die beiden Wiener stets geteilt: Dominik war Hauptproduzent, Tontechniker und Grafiker. Außerdem stammen die Schlagzeug- und Keyboard-Klänge von ihm, während Co-Produzent Sebastian an Saxophon und Gitarre sein Talent beweisen durfte. Die Videos gehen außerdem ebenfalls auf sein Konto.

Insgesamt kann sich das Ergebnis, das nach zehn gemeinsamen Jahren der musikalischen Zusammenarbeit entstanden ist, durchaus sehen lassen. Wer also noch auf den Sommerurlaub an der Karibik warten muss, kann es sich zuhause im Liegestuhl mit Flip-Flops, eisgekühltem Cocktail und der Scheibe von CellaRootz Productions gemütlich machen…

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