Seit bereits 10 Jahren sind die Steaming Satellites mit ihrem aufregenden Stil-Mix in der Indie-Szene etabliert. Jedoch soll dieses Album eine Art Neustart nach bandinternen Differenzen darstellen.

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Steaming Satellites – Steaming Satellites (c) The Instrument Village

Wie gewohnt schaffen die Mannen um Sänger und Gitarrist Max Borchardt aber auch auf dem neuen Werk ein höchst eigenes und abwechslungsreiches Klanguniversum. Die Band ist zwar im Indie-Rock verwurzelt, nimmt diesen aber nur als Ausgangspunkt, um sich durch die geschmeidigsten Musikstile (Soul, Blues, Funk) der Popgeschichte durchzuhangeln. Dementsprechend vielfältig klingen die 13 Songs des selbstbetitelten Albums. Beispielsweise „Rocket“, ein tanzbarer, von einem Synthie-Riff getragender Hit, der an Portugal. The Man erinnert, oder die Single „Honey“, die mit sanften Allman Brothers-Gitarren wohlig und vertraut daherkommt wie ein alter Freund. Der gefühlvolle, clever in der Mitte des Albums platzierte 6/8-Schunkler „Unfold“, der in der Soul-Tradition eines Otis Redding steht, zeugt von der grundsätzlichen Rückwärtsgewandtheit der Band, während Lieder wie „Fill the Cup“ mit unerhörter Lässigkeit und unwiderstehlichem Refrain beweisen, dass die Salzburger durchaus auch modernes Denken beherrschen. Auf internationaler Ebene kennt man solche grandiosen Songs von Bands wie Kasabian. Was allerdings alle Tracks eint, ist die groovende Natürlichkeit der Vier, die unglaubliche Coolness ausstrahlt und die einzigartige Stimme Borchardts, die an einen unverbrauchten Caleb Followill (Kings of Leon) erinnert.

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