The Nose - Who's The Monster Now?
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3.0Sterne

Nach etlichen releases seit 2012 ist nun endlich das langerwartete „Who’s the Monster Now?“ Album der irgendwo zwischen Rock, Grunge und Pop angespülten Band „The Nose“ heraußen.

Rund um das sexy Energiebündel Ranita Rubina, die als Frontfrau mehr als überzeugt, bildet das Instrumental eine klassisch arrangierte Vier-Man-Truppe.

Am Album wirkt die Band fast schon etwas zu brav, bricht aber tatsächlich hie und da mal aus den Konventionen der letzten Produktionen aus und versucht sich progressiv im Riffing, was aber geblieben ist, ist der durchgezogene „Stones-Charakter“ der Leadgitarre und das ist gut so!

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The Nose, Gasch Records 2013

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The Nose, Gasch Records 2014

Zwei EPs haben uns auf das Album vorbereitet – „Hot Loner“ (2013) und „When – Now?“ (2014) teilen sich auch mit dem neuen Album das Artwort und verstecken ein Buchstabenrätsel, für das ich scheinbar zu blöd bin.

Das 2013er „L“ macht mir die Reise durch die EPs kaputt – würde man die zwei EPs aber übereinander halten ergeben sie tatsächlich das neue Frontcover. Ganz schön verspielt – wenn man das aber zu Ende spinnt, wäre da vermutlich noch viel mehr gegangen ist das Artwork so recht simpel ausgefallen.

Hope“ beginnt als würde Mr. Richards „Helter Skelter“ von den Beatles zocken, kurz danach kommt Mr. Grohl und spielt „Times Like These“ dazu und peng peng sind wir in einer Strophe, die mit beiden Songs nichts zu tun hat. Da musste ich tatsächlich etwas schmunzeln. „Give Me Sugar You Jerk“ singt Ranita und antwortet so irgendwie in meiner Gedankenblase.

Who’s the monster now?

Bei „Jusqu‘ a Toy“ trifft „Another Brick In The Wall“ auf „Honky Tonk Women“, um auch wieder im Refrain zerschlagen zu werden. Irgendwie ertappe ich mich selber zu einer Mischung aus Music-Columbo und Magnum zu verkommen (Magnumbo? WTF!) während ich das Album höre. Um nicht die Objektivität zu verlieren, lass‘ ich diese Vergleiche jetzt mal sein.

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(c) Markus Sibrawa

On Demand“ ist ein frecher Rocker im Staubmantel der Stonergeneration mit Poprefrain. „Waiting for the one  – that never come“ ist eine zentrale Textzeile. Im Song wartet Frau auf den richtig Kerl, der händchenhaltend mit ihr sinnbildlich in den Sonnenuntergang reitet. Auf Bestellung klappt es dann zum Glück gegen Songende und es gibt ein Happy End – hoffentlich.

In der Zwischenzeit hab ich mir mein Seefahreroutfit angelegt und lausche im zerrissenen Marinehemd dem Song „Pirate Queen“ und werde nicht ganz schlau daraus. In dem  Song, der im Refrain etwas an Sound einbüßt, bekommt die „Pirate Queen“ eine verbale Spencer-Schelle für diverse Seelenblähungen, im nächsten Atemzug erhält sie aber auch Schulterklopfer für alles Mögliche. Am Ende hab‘ ich ein geschmackloses nullbeiniges Piratenmannmädchen im Kopf – mit Superheldencape. Ich bin verwirrt!

Oh und was ich abschließend als Magnumbo aber noch sagen wollte (stellt euch mich mit einem beigen Trenchcoat in einem roten Ferrari vor):

Obwohl man hier das Rad nicht neu erfindet, ist das Album erfrischend und abwechslungsreich geworden. Der Sound ist fett, die Band klebt an den Songs. Man merkt kaum, dass sich die Produktion über mehrere Studios und Techniker und über die letzten drei Jahre entwickelt hat. Wir haben fünf neue Songs auf dem Album bekommen, die wir noch nicht kannten, wer schlussendlich aber das Monster ist konnte ich nicht herausfinden – ich tippe aber stark auf Magnumbo.

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