neues Album von Marco Antonio da Costa

Marco Antônio da Costa wurde in Natal (Brasilien) geboren, begann mit 5 Jahren Klavier zu spielen und mit 13 Gitarre. Nicht viel später trat er mit der Band „Base Livre“ erstmals professionell auf. Mit 17 begann er, bei Joca Costa und Manoca E-Gitarre zu lernen und absolvierte bald darauf sein Musikstudium am Musik Technical Conservatory. Nun beschloss Marco Antônio da Costa, seine Klavierkenntnisse zu erweitern und begann sich intensiv mit Jazz und brasilianischer Musik auseinander zusetzen. Während dieser Zeit lernte er bei den besten brasilianischen Musikern wie zum Beispiel: Lula Galvão, Nelson Faria, Alexandre Carvalho, Fernando Correa, Jarbas Barbosa (alle Gitarre), Vitor Santos (Arranging), Daniel Maudonnet und Rafael dos Santos (Piano and Arrangement), Waldemar Ernesto (Piano) und spielte auf verschiedenen Jazz Festivals in Brasilien wie dem „Papary Jazz Festival“ oder dem „Cascavel Jazz Festival”.

Always on Tour

In den Jahren 2006 bis 2007 tourte er in Südamerika mit der „Companhia Musical sobre as ondas“ auf Kreuzfahrtschiffen der Firma CVC, 2008 mit „Diogo Guanabara & Macaxeira Jazz“ durch Japan und Amsterdam und 2009 gab es eine Europa Tour durch Österreich, Slowenien, Italien und die Niederlande. 2008 zog Marco Antônio da Costa nach Graz, um an der dortigen Kunstuniversität Jazz zu studieren. Wieder tourte er mit den verschiedensten Musikern durch ganz Europa (Slowenien, Kroatien, Ungarn, Belgien, Holland) und verwöhnte sein Publikum mit Pop, Jazz und brasilianischer Musik, vor allem mit der Band „Olala-Bosa“, mit der Sängerin Zvezdana Novakovic und dem Sänger Florian Zack. Im Mai 2010 produzierte Marco Antônio da Costa sein erstes Album „Painel“ mit 12 eigenen Titeln und im Oktober 2010 war er dann massgeblich am neuen Album „Mi Corazon“ der Sängerin Katja Cruz beteiligt. Danach gab es wieder Tourneen durch Japan, Slowenien, Österreich und Deutschland, seine wichtigsten Projekte waren die „Antonio de Pádua Band“; „Na Maré“, „Diogo Guanabara & Macaxeira Jazz„, „Jatoba Latin Big Band“ und die „Marco Antonio da Costa Group“. Mit seiner eigenen Gruppe gewann er den Preis „Best Latin Group“ bei den „Downbeat Student Music Awards 2012“. 2013 gründete Marco Antônio da Costa dann sein „Organ Trio“ mit dem österreichischen Hammondorganisten Fabian Supancic und dem brasilianischen Schlagzeuger Matheus Jardim. mit denen er dann am 3. April 2015 sein 2. Album „The Shift“ veröffentlichte.

da costa 1

Marco Antonio da Costa zufrieden

The Shift

Der Openingsong „Protest Vibe“ erinnert mit seinen eingängigen Melodien, den typischen Oktavenverdoppelungen und den funky breaks an John Scofield, es ist ein feuriger und lebensfroher Beginn, der dann durch das Hammondorgelintro von „It’s Only Love“ in die Realität zurückgeholt wird. Special guest Liz Rosa (Vocals) wird gefeatured, ihre schöne Stimme konnte jedoch nicht gänzlich integriert werden. Interessanter wird es in „A Bit Funk”, ein entspannter Funktrack mit witzigen Bläserriffs, danach folgt der sphärische Song „The Shift”, der auf einem inspirierten Drumgroove aufgebaut ist und wiederum zum Entspannen sehr geeignet ist. „Fora Do Fuso” verbindet Latin mit Funk und Jazz, es gibt coole Riffs und Breaks, dabei wird die menschliche Stimme in interessanter Weise eingesetzt und sehr gut integriert (Marco Antônio da Costa kann zeigen, dass er auch ein begnadeter Latinsänger ist). Auch die Coverversion des Standardsongs „Oleo” ist sehr gelungen. Nach langsamem Beginn gibt es einige sehr homogene Tempowechsel und der Song endet in einer virtuosen Reprise. Hut ab für die dezente und exakte Begleitung des Drummers Matheus Jardim in diesem Höllentempo! Ein stimmungsvolles, sehr langsames Lied („Miao Miao”), in dem sich wundervolle Melodien mit kurzen Gedankenpausen abwechseln, folgt, und nach dieser sehr angenehmen Ballade bringt „Naturalmente” wieder etwas Wind in das Album mit leicht funkygem Jazz. Das Wes Montgomery Cover „Jingles” bekam ein extravagantes Intro und catchy Bläserriffs im Thema verpasst und wurde sehr feurig interpretiert. Thomas Fröschl präsentierte ein hippes Baritonsaxsolo. Es wäre der ideale Schlusssong gewesen, doch leider beendet der etwas langweilige Song „Vivo Em Klogenfurt” dieses ansonsten sehr gelungene und vor allem zum Entspannen sehr geeignete Album. Ein dickes Lob auch an das Tonstudio der Kunstuniversität Graz, in dem wirklich sehr gute Arbeit geleistet wurde. Hier kann man „The Shift“ bestellen.

Die Musiker: Marco Antônio da Costa (Gitarre, vocals), Fabian Supancic (Orgel), Matheus Jardim (drums)

Special Guests: Liz Rosa (Vocal), Rob Bargad (Hammond), Thomas Fröschl (Baritonsax, Flöte), Patrick Dunst (Tenorsax , Klarinette), Adam Ladany (Posaune), Dominik Pessl (Flügelhorn), Emiliano Sampaio (Bläserarrangements)

fotocredits: www.marcoantoniodacosta.com

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