Heather Novas 9. Album ist ein Meisterwerk geworden!

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Heather Novas 9. Studioalbum

Die von den Bermudas stammende Sängerin und Dichterin Heather Nova ist seit den frühen 90ern vor allem in Europa bekannt. Die ersten Alben Heathers konnte man noch dem Indie-Rock zuordnen („Glowstars“, 1993, „Oyster“, 1994 und „Siren“, 1998) bis sie immer mehr Elemente auch der Pop-Musik integrierte (wie in „South“, 2001). Mit „Storm“ (2003) schuf sie noch einmal ein gitarrenlastiges Werk, „Redbird“ (2005) vereint verschiedene Variationen der Vorgänger und in „The Jasmine Flower“ (2008) wird dann hauptsächlich die markante Stimme der Sängerin gefeatured. Heather Nova verwendet für ihre Musik sehr unterschiedliche Instrumente. In den 1990er Jahren waren ihre charakteristischen Instrumente Gitarre und Cello, inzwischen verwendet sie auch Keyboard und – für ruhigere Lieder – Akustikgitarre, im Zusammenspiel mit Q-Chord, Tamburin, Theremin, Violine oder Klavier.

Bei den Aufnahmen für „Redbird“ arbeitete sie mit den Wiener Symphonikern und einem Gospelchor zusammen, beim Album „The Jasmine Flower“ wird ihre Akustikgitarre lediglich von einem Streicherensemble begleitet. Ihr variantenreicher Gesang hilft Heather Nova, tiefsitzende Stimmungen, vor allem Melancholie, Verzweiflung oder kurzfristige Hoffnung auszudrücken. Die intensiven Texte der Sängerin handeln von starker Verbundenheit zur Natur und psychologischer Beobachtung zwischenmenschlicher Verhältnisse. Besonders in den früheren Liedern setzte sie sich mit Beziehungsproblemen auseinander (z.B. mit der Notwendigkeit gegenseitigen Vertrauens, mit Scheitern als Möglichkeit, Unsicherheit, Verlust, Missbrauch und Tod). Neben ihren 9 Studioalben gibt es noch 3 Livealben: “Blow”, “Live from the Milky Way” und “Wonderlust”. Auch mit anderen Musikern arbeitete Heather Nova gern zusammen (z.B. mit Moby, Eskobar, ATB) und sie verfasste ausserdem eine eigene Interpretation des Klassikers „Gloomy Sunday“ als Soundtrack für den deutsch-ungarischen Film „Ein Lied von Liebe und Tod“ (1999).

Heathers 9.ein Meisterwerk

The Way it Feels” ist das mittlerweile neunte Studioalbum von Heather und ist erfüllt von einer sehr natürlichen Atmosphäre, die sich aber wie von einer anderen Welt anfühlt. Die beiden Produzenten Josh Kaler and Jay Clifford kreierten eine entspannte Umgebung mit frischen Gitarrenriffs and ansteckendenRhythmen. Aufgenommen wurde das Album mitten in der Hitze des Sommers von South Carolina in einem alten Haus in Charleston, von dem Heather sagt, dass sie an den ersten Tagen daran vorbeilief, weil sie es für ein verlassenes Gebäude und nicht für das Studio hielt. Und was sagt Heather über “The Way it Feels”: „Ich liebe es, aus etwas Traurigem etwas Schönes, Erinnernswertes zu machen, etwa so wie aus bitteren Kräutern ein Getränk zu brühen, oder aus einer dornigen Rose Parfum zu machen. Ich wollte eine Welt schaffen, in die man eintauchen kann und dabei etwas fühlt, was man schon längst vergessen geglaubt hat oder sich an einen Teil seiner selbst erinnert, den man irgendwann mal gekannt hat. Das Album soll ein interessanter Ort sein, um eine Stunde zu verbringen, es soll ein paar Türen zu deinem Inneren öffnen. Und bitte höre es als Album, es ist eine sorgfältig geplante Reise, nimm dir Zeit und schließ deine Augen, ausser du fährst gerade Auto, was ich aber auch sehr empfehlen kann.“

Und sie hat recht: Das Album ist eine Reise, eine fremde Welt, die einem aber doch sehr vertraut ist. Ein Meer voller Sound und interessanter Harmonien, in denen man gerne badet. Heathers liebevoller Gesang wurde kunstvoll integriert, was vor allem beim dritten Song „The Archeologist“ wunderschön gelungen ist. Viele subtile Momente und doch eine klare Linie bringen den Zuhörer zum Genießen und Träumen. Auch zum Meditieren und zum Auflösen depressiver Stimmungen ist “The Way it Feels” sehr zu empfehlen. Gute Arbeit und Hut ab vor Heather Nova und ihrem Produzenten- und Aufnahmeteam! Hier noch der Bestelllink.

fotocredits: heathernova.com

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