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Voodoo Smurfs mit Debüt EP im Review
Songwriting
Technik
Arrangement
Konzept
4.3STERNE

Unter dem Namen Voodoo Smurfs ist die Band noch nicht so lange unterwegs, ihre Mitglieder jedoch sind durchaus keine Unbekannten. Nun zeigen die fünf Musiker mit der ersten EP „Voodoo Smurfs“ ihre Liebe zum 70er und 80er Rock.

Wie es bei manchen Brüderpaaren ist, musizieren Reinhard und Robert Höbart schon viele Jahre. Beide vereint die Verehrung der großen Hard & Heavy Rock Bands der 70er und 80er Jahre. Reinhard Höbart trommelt schon einige Zeit mit Stephan Kutscher (Ex- Chaos Beyond) und Constanze Höffinger bei Kutscher’s Blues Band und Susanne Plahl & The Lightning Rod. So ergibt es sich ganz gut, dass die beiden, verstärkt durch Keyboarder und Organist Tommy Haunold, nun auch bei Voodoo Smurfs den musikalischen Pfaden von Pink Floyd, Queen, Deep Purple und Led Zeppelin folgen. Da das Covern bei Kommerz-Gigs und Sessions ein notwendiges Muss ist, werden bei diesem Projekt im Kontrast nur die eigenen Nummern gespielt.

Voodoo Smurfs die EP

Der Tonträger beginnt mit „Hard Road“ einer druckvollen Nummer, die keine Zweifel offen lässt, in welche Richtung die Voodoo Schlümpfe gehen wollen. Reinhard Höbarts harte Fills treiben Robert Höbart zu einer sehr ansprechenden Vocalperformance, die man derzeit in Österreich eher seltener hört. Stephan Kutschers, wie immer, äußerst professionelle Gitarrenarbeit harmoniert sehr gut mit den Piano- und Orgelklängen von Thommy Haunold. Eine dominanter Teil dieser sechs-Minuten-Nummer ist dem Instrumental-Duett der beiden Musiker gewidmet.

„Easy Lovin Woman“ ist stilistisch ähnlich, setzt daher auf harte Riffs mit Orgelbegleitung, die in ein Orgelsolo münden. Durch die häufigen Breaks erhält der Song einen jazzigen Beigeschmack. Mit „Missing the Point“ ist die Grenze zum Soul definitiv überschritten, der Song beginnt im Refrain sogar leicht zu swingen. Die stimmliche Herausforderung wird von Roland Höbart angenommen und großartig erfüllt.

Die EP wird mit „Drunken Dogs“ beschlossen. Es wird wieder rockiger, aber auch poppiger. Eine sehr beschwingte Schlussnummer. Schade, dass Voodoo Smurfs noch nicht genug Zeit aufbringen konnten, eine vollständige LP zu produzieren, aber man darf gespannt sein. Denn in „Drunken Dogs“ stecken eigentlich fünf Songkonzepte in einer Nummer.

Fazit

Für eine Debüt-EP ist „Voodoo Smurfs“ schon viel zu erwachsen, aber das liegt nun einmal daran, dass die Musiker keine blutigen Anfänger sind, sondern unter anderen Namen schon einige spannende Tonträger produziert haben. Die EP ist eine sehr originelle Standortbestimmung. Es ist erfreulich, dass es in Österreich mit Robert Höbart eine gute männliche Soulstimme gibt und dieses Genre auch bei uns nicht nur den Mädels überlassen wird.

Hier gehts zur EP.

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