PATHWAYS veröffentlichen ihr erstes Album EVERYTHING HAS CHANGED

Ich kenne die Band PATHWAYS schon eine ganze Weile und habe sie auch schon zwei Mal live gesehen – wie mir das neue Album Everything Has Changed bis jetzt entgehen konnte, weiß ich selbst nicht. Gut, dass sie mich bei der Show in Salzburg (mit Rise Of The North Star, Fathoms, etc.) darauf aufmerksam gemacht haben und ich die Scheibe gleich mal gekauft habe.

Im April 2011 gründeten Marco, Dennis, Ludwig, Jonas und Aaron die Band PATHWAYS. Bis heute stehen sie dazu, bei keinem Label unter Vertrag zu sein – D.I.Y. ist das Motto. Die Münchner haben nach dem Release der Debut-EP Heart Grenade (vor mittlerweile 2 Jahren!) im September 2013 ihr erstes Album veröffentlicht. Es trägt den ausdrucksstarken Titel Everything Has Changed.

Das Intro, das den Namen des Albums trägt, ist ein epischer, melodischer Einstieg und leitet in den ersten Song, A Brave Angel, über. Der ist gleich mal ziemlich groovig und eingängig (hier anzuhören, sogar mit zugehörigem Bildmaterial), gefolgt von Death Wish, einem Song, der von seinen sehr tiefgründigen, durchaus düster wirkenden Lyrics geprägt ist. Zeilen wie „Someone is testing my will to live and I am not quite sure who will win” oder “So many times I screamed for someone who will hear me, so many times I screamed for someone who will save me”  lösen bei mir Gänsehaut aus, die Verzweiflung ist doch sehr deutlich zu spüren.

Ein weiterer, richtig toller Song auf dem Album ist Crohn Syndrome, ein energiegeladener Track der durch tolle Rhythmen und – wieder mal – tiefgründige Lyrics überzeugt (ja, ich steh‘ auf Texte ;) ). Gleich darauf folgt Lonely Old Man, dazu gibt’s auch ein Video, das ihr hier anschauen könnt (und solltet!). Auch ohne auf den Text zu achten, spürt man bei dem Song den Hass und die Aggression deutlich.

Weiter geht’s mit Road / Home, meinem absoluten Lieblingssong von PATHWAYS. Schon nach dem ersten Mal hören gingen mir die Zeilen des Refrains nicht mehr aus dem Kopf. „This is where I can breathe, this is where I find peace, this is the unknown – the road is my home”

„This is where I can breathe, this is where I find peace, this is the unknown – the road is my home”

Unterbrochen wird die Reihe an intensiven, harten Liedern von Lone Wolf, einem Instrumental-Track, der mit einer Klaviermelodie und elektronischen Einflüssen beginnt, dann aber zurück in den vertrauten Punk/Hardcore Groove rutscht. Die ruhigen und melodischen Parts wechseln sich gut mit den etwas härteren ab, und so entsteht ein guter Mix.

Der darauffolgende Track I Love You hat sogar etwas Clean-Vocals dabei, die recht gut klingen. Ansonsten hat er nicht wirklich viel Neues, ist aber, so wie eigentlich alle Songs des Albums, solide.

A New Beginning ist der finale Song auf Everything Has Changed, und bringt etwas Hoffnung in die durchweg eher düstere Stimmung (vor allem von den Texten her). Ein guter Abschluss für ein tolles Album.

Was ich auch noch sagen muss – nachdem ja heutzutage leider CDs kaufen eine Seltenheit geworden ist – bei Everything Has Changed ist das Gesamtpaket einfach perfekt, neben den Songs auch das Album-Artwork und das Booklet. Für mich gehören solche Dinge auch dazu, und es freut mich, wenn Bands sich wirklich Gedanken darüber machen und Arbeit reinstecken.

Tracklist:

01. Everything Has Changed
02. A Brave Angel
03. Death Wish
04. Alpha Male
05. Crohn Syndrome
06. Lonely Old Man
07. Road/Home
08. Lone Wolf
09. I Love You
10. A New Beginning

Foto: PATHWAYS

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