Weanviertler mit neuer EP „Logafeian“ im Review
Songwriting
Arrangement
Technik
Sound
Texte
4.2STERNE

Die junge Austropop-Band will diesen Sommer richtig durchstarten. Sie haben zu diesem Zweck ihre neue EP „Logafeian“ im Gepäck. Am Donauinselfest kann man sie live erleben.

Weanviertler sind angetreten, um dem Austropop ein neues Gesicht zu geben. Ihre eingängigen Dialektpoptexte verbinden sich zu einem musikalischen Mix mit Abstechern in andere Genres wie Reggae, Jazz und Rock.
Die Band, die eigentlich erst seit letztem Jahr besteht, setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Matthias Kiesslinger (Gesang), Benji Bauer (Gesang), Markus Winkler (Gitarre/Gesang), Linda de Wilde (Saxophon/Gesang), Mimi Schütz (Piano/Gesang), Gregor Latzel (Bass) und Tom Weinberger (Schlagzeug).

Das Album: Logafeian

Die EP startet mit dem sommerhittauglichen Titeltrack „Logafeian“. Es ist ein wirklicher Lagerfeuer-Party-Hit mit großem Potential. Die Band besingt die Sehnsucht das Büro mit dem Strand am Meer zu vertauschen. Durch die Größe der Band verbreiten die verschiedensten Instrumente Copacabana – oder doch Copa Cagrana – Feeling. Schon einmal in die lateinamerikanische Rhythmenkiste gegriffen, geht es gleich mit Reggae weiter. In „Kettcar“ werden die Jugenderlebnisse der Bandmitglieder mit den beliebten Tretautos verarbeitet. Vielleicht sollte man auch als Erwachsener mit dem Kettcar zur Arbeit fahren.

Mit „Lossts as los“ werden die Weanviertler musikalisch ruhiger und textlich, wie es sich für echten Austropop auch gehört, sehr sozialkritisch. Der Song wird durch ein Saxophonsolo abgerundet. In „Da Petrus“ wird die Hoffnung auf einen ordentlichen Sommerregen beschworen und die Protagonisten erinnern sich an ihre katholische Erziehung, nämlich, dass der Heilige Petrus für das Wetter zuständig sein soll. Musikalisch wird der Text wieder von beschwingteren Rhythmen untermalt.

Auch in „Zugvögel“ geht es launiger weiter und Weanviertler sinnieren über das Fernweh und den Wunsch einfach zum Flugplatz zu fahren und abzuhauen. Zum Ausklang der EP wird die „Freindschoft“ besungen. Mit ruhiger Gitarrenbegleitung singen die Weanviertler Sänger ein gut arrangiertes Duett (oder doch ein Trio?) gefühlvoll untermalt vom unerlässlichen Saxophonsolo.

Fazit

Für ein Erstlingswerk einer Gruppe machen Weanviertler klar, wohin sie mit ihrem Konzept wollen. Es wird sozialkritischer, aber auch partytauglicher Austropop, mal lustig, mal etwas nachdenklicher geboten. Mit einer vielseitigen Band, die mal einen klassischen Lagerfeuerpop-Sound spielt, mal in lateinamerikanische Rhythmen abtaucht, kommt die EP mit einem frischen und ausgereiften Sound daher, alles mit dem nötigen Augenzwinkern.

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