White Miles - The Duel
Sound
Instrumental
Songwriting
4.7STERNE

White Miles bringen den Plattenspieler zum Beben

Das tiroler Duo White Miles steht für „dirty pole dance stoner blues rock“ – so beschreiben sie sich zumindest selbst. 2011 gegründet, erlangten sie immer größere Bekanntheit durch zahlreiche Tourneen in Europa, unter anderem als Vorband Blue Pills, Courtney Love und den Eagles Of Death Metal. Zwei Jahre nach ihrem Debüt „job: genius, diagnose: madness“ stehen White Miles nun mit ihrem zweiten Album „The Duel“ in den Startlöchern.

Brutale Oper

White Miles - The DuelDer Opener „Stickly Nerves“ gibt die Gangrichtung vor – fette Riffs, bombastische Drums und die erotischste Frauenstimme seit Kim Gordon ihren Zenit überschritten hat. White Miles erinnern sehr an andere Rockduos wie „Royal Blood“ oder „Blood Red Shoes“, heben sich aber durch die Kombination von schnellem Stoner Rock und brachialer Gewalt ab. „Crazy Horse“ ist die erste Singleauskopplung und kann man schon seit letztem Jahr auf YouTube bestaunen. Sie gestalteten im Studio dazu ein sehr schlicht gehaltenes Video, welches die Musik im Vordergrund stehen lässt. „Coke On A Jetplane“ ist zur Abwechslung eher ruhig. Akustische Gitarre, Shaker, Tamburin und vereinzelte Schläge auf die Snare müssen ausreichen. Dafür zeigt sich, wie gut die beiden Stimmen miteinander harmonieren. „A (n) Garde“ schlägt gleich darauf wieder tiefer in die Kerbe, eine Nummer zum Mittanzen und Schreien – schnell, hart und gnadenlos.

Fazit

White Miles haben sich mit „The Duel“ ein Denkmal gesetzt. Sie müssen keinen Nerv der Zeit treffen, denn alle, die etwas von gutem Stoner Rock verstehen, werden sich automatisch zu ihnen hingezogen fühlen. Obwohl sie nur zu zweit sind, wird eine Vielfalt und Dichte erschaffen, die weltweit ihresgleichen sucht. Die beiden tragen Dynamit auf der Zunge und lassen es in unseren Gehörgängen explodieren.

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