Après-Ski-Stimmung beim Bergfestival
Stimmung
Location
Musik
Umgang zwischen den Festivalbesuchern
Spaßfaktor
4.1STERNE

Die kleinen Orte Saalbach und Hinterglemm sind den meisten als lauschige Skiorte bekannt. Am vergangenen Wochenende verwandelte sich die malerische Schneeoase in eine rockige Rodelwelt – mit Spitzenstimmung auch ohne Schnee.

Letztes Jahr feierte das Bergfestival seine Premiere. Schon letzten Winter mussten die Besucher wie auch dieses Jahr auf den Schnee verzichten. Die Stimmung wurde dabei allerdings nicht getrübt. Das Festival bietet eine Mischung aus Indoor- und Outdoorveranstaltungen mit über 20 Bands an zwei Tagen und Nächten.

Chartstürmer und Newcomer auf einer Bühne

Das Festival wurde am Freitagabend von der Antilopen Gang eingeläutet. Auf der Mainstage, dem großen Dorfplatz vor einem Bergmassiv gelegen, sorgten die coolen Rapper für die richtige Stimmung beim Publikum. Anschließend betraten Moop Mama und The Subways die Bühne. Eine Mischung aus Rock und mitreißendem Hip Hop ebnete den Weg für den Auftritt von Sportfreunde Stiller, die als Highlight der ersten Nacht galten. Mit Charthits wie „Ein Kompliment“, „Applaus Applaus“ oder „New York, Rio, Rosenheim“ brachten die drei Münchner Deutsch-Rocker das Publikum zum Beben. Außerdem stellten sie bei der Gelegenheit mehrere Songs ihres neuen Albums vor, das demnächst erscheinen wird.
Wer um kurz vor ein Uhr nachts noch nicht genug hatte, konnte in verschiedenen Kneipen und Cafés weiteren Bands lauschen. Unter anderem trat beispielsweise der Folk-Musiker Impala Ray im Castello auf, während in verschiedenen Discos DJs ihr Bestes gaben. Gefeiert wurde in typischer Après-Ski-Laune bis morgens um fünf Uhr.
Am Samstag wurden dann auch die Skifahrer unter den Festivalbesuchern belohnt. Auf der Panorama-Alm oder dem Schattenberg unterhielten Bands wie Liedfett, Dicht & Ergreifend oder Drunken Masters ihr Publikum bereits am frühen Nachmittag. Abends kochte die Stimmung auf der Hauptbühne für Fettes Brot hoch, dank der Nihils und Royal Republic. Die drei Tiroler Jungs von Nihils spielten zwar anfangs nur für wenige Festivalbesucher, konnten aber innerhalb kürzester Zeit den Dorfplatz füllen.

Die Fans von Royal Republic fanden später kaum mehr Platz auf dem Dorfplatz und als Fettes Brot die Bühne betraten, war das lauschige Örtchen wahrscheinlich so gut besucht wie selten.

Anbindung und Shuttleservice

Wer nicht das Glück hatte, eine Unterkunft direkt in Saalbach beziehen zu können, konnte sich in einer Jugendherberge, Pension oder einem Hotel in Saalbach einquartieren. Die Festivalveranstalter richteten für die komplette Nacht einen Shuttle-Service ein, der einen problemlos nach Saalbach und zurück beförderte.

Festival im Schnee – geht das überhaupt?

Zugegeben, die Vorstellung ein Festival bei eisiger Kälte zu feiern, ist gewöhnungsbedürftig. Doch wer live dabei war, weiß, dass die Kombination hervorragend funktioniert. Leider fehlte der Schnee, um dem Festival mehr vom alpinen Ski-Charme zu verleihen, aber die Stimmung war auch ohne kalte Flocken grandios. Die Wege zu den einzelnen Locations waren sehr kurz, sodass man sich bei kalten Füßen schnell in einer der vielen Après-Ski-Bars aufwärmen konnte. Und statt eiskalter Cocktails konnten die Gäste sich am duftenden Glühwein die Hände wärmen. Ein Festival der anderen Art, das aber für Fans von Open-Air Musik und Skifreunde ein echter Geheimtipp ist.

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