3 Tage kunterbuntes Treiben an der österreich-slowenischen Grenze

Tatort: Spielfeld/Österreich
Tatzeitpunkt: 11.-13. Juli 2014
Motiv: grenzüberschreitendes Halli-Galli für Jung & Alt

Wieder einmal hat der liebe Herbert sein Grundstück und die darauf befindlichen Räumlichkeiten zugunsten der österreichischen Festivalentwicklung, genauer gesagt der des Buena Onda Festivals, zur Verfügung gestellt. In verbesserter, verlängerter und vergrößerter Auflage gelang es dem Kunst- und Kulturverein Hofstädter zum zweiten Mal, das Grenzland zwischen Österreich und Slowenien zu beleben.

Buena Onda 2014

Vom Vereinslokal zum Festival

Seit Jahren schießen Festivals aus dem Boden wie Pilze im Spätsommer. Ein Großteil davon wird von großen Event-Firmen auf die Beine gestellt und dient rein gewinnorientierten Zwecken – nicht so im Falle des Buena Onda Festivals. Corpus delicti und gleichzeitig der Ort, wo alles begann, war das Vereinslokal „frei|Raum“ in Eggenberg/Graz: ursprünglich ein Platz, an dem sich verschiedenste Menschen trafen, um miteinander zu feiern, zu jammen, zu philosophieren und neue Ideen zu verwirklichen, bis die Bausubstanz bzw. die ersten Wasserleitungen ihr Dasein fristeten. Der Tatort wurde evakuiert und gesichert, ein neuer Plan musste her: Das Buena Onda Open Air war geboren.

good vibes for good people

Beim ersten Mal, und das gilt so ziemlich für jedes erste Mal, geht bekanntlich immer etwas daneben. So auch beim Buena Onda 2013; aber was die damalige Obduktion ergeben hat, wurde neu gedacht und verbessert. Somit war es bereits ein Jahr später möglich nicht nur für vier Bühnen aufzukommen, sondern auch das ganze Event auf drei Tage, statt vormals einem, auszudehnen.

Buena Onda 2014

Tag 1, der mehr oder weniger als Pre-Party-Day gehandelt wurde, war eine super Einstimmung auf das gesamte Festival-Wochenende. Auf der Stadlbühne wurden sämtliche Genres präsentiert. Nach den erfolgreichen Auftritten von The Red Stags, The Rootups, Sado Maso Guitar Club und den Jigsaw Beggars, ließen die DJs Simon/Off b2b Doze und Citizens die Nacht mit elektronischen Beats ausklingen. Am sogenannten Acker waren Atoyotek zu Gast und ließen uns in ihre Welt eintauchen.
Der nächste Morgen war gezeichnet durch Augenringe seitens der Crew und durch Fortbewegung im Schneckentempo seitens der Gäste. Erste Aufräumarbeiten begannen; der Haupttag sollte im wahrsten Sinne des Wortes alle Grenzen sprengen. Die Grenzlandbühne wurde mit den Klängen von Bluntmen and Tronic eingeweiht und erfreute sich im Laufe des Abends regen Besuchs. Hot Road Jam, Stereo|Season, Shiny Crack Gordon, Neonschwarz und VZI begeisterten das Publikum bis in die Morgenstunden. Während König Leopold und Jason Neustart den Stadl bedröhnten, ging bei Epikur, Zanshin u.v.m. auf der Hedonismus Hacienda Stage die Post ab. Der Acker war vor allem von den Goa-Fans gut besucht. Sie kamen in Scharen, verschwanden ins Nichts und man hörte sie trotzdem die ganze Nacht.

„Unsere Gäste sind zu einer großen, bunt durchgemischten Familie geworden und darüber freuen wir uns natürlich sehr.“ Karl Hofstädter

Nach einem kurzen aber erholsamen Schlaf wurden wir von Klassikern vom Schlagergarten Gloria geweckt. Da wir mit diesem nahezu übermotivierten Duo und deren Musik leider nicht mehr mithalten konnten, entschieden wir uns nach dem letzten geführten Interview zur Heimreise. Was an diesem Tag noch passierte ist dem Line-up zu entnehmen. Fest steht, dass sowohl der Kombüsen Slam als auch das WM-Finale einen Fixplatz im Programm hatten.


Friedlich, freundlich, fulminant

Ich denke, dass nicht nur wir, sondern auch viele der neuen Besucher erstaunt waren, wie gemütlich ein Festival ablaufen kann. Vielleicht mag es an der Weitläufigkeit der Fläche liegen oder an der kleineren Besucheranzahl – aber gerade diese entspannte Atmosphäre macht diese Veranstaltung so einzigartig.

„Das Buena Onda ist seinem Namen gerecht geworden, es war ein gelungenes Festival und das Publikum war der absolute Hammer.“ Karl Hofstädter

Man konnte es sich auf Palettenliegen gemütlich machen, oder sich im Stadl ein Bier genehmigen und sich von frischgekochten Soja- & Tofuköstlichkeiten (https://www.facebook.com/mehroweniger) überraschen lassen. Man konnte sich in der Bastelecke im Schatten eines Baumes kreativ betätigen oder einen Smoothie auf einem, eigens dafür umfunktionierten, Fahrrad mixen. Zahlreiche Sitz- und Liegemöglichkeiten, wie auch Kuschelecken mit Sofas oder Pölstern und ein Chai-Stand steigerten den Entspannungsfaktor – und das mitten im Grünen auf einem Hügel, der den Rest des Jahres quasi still steht.

Shiny Crack Gordon Interview
Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden und besonders beim Kunst- und Kulturverein Hofstädter, der unserer Truppe von www.music-news.at ein tolles Plätzchen für die Realisierung unserer Arbeit zur Verfügung gestellt hat. Wen wir für ein Interview gewinnen konnten und welche Antwort wir auf die Frage „Bevorzugst du große oder kleine Festivals?“ bekommen haben, werdet ihr im Laufe der Woche erfahren.

Wir freuen uns schon auf das nächste Festival im schönen grünen Spielfeld.

Bis dahin verbleiben wir mit einem „¡Qué buena onda!

Fotocredit: Music-News (Silke Traunfellner, Julia Pirkenau)

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