Das war das 4Gamechangers Festival 2018
Organisation
Location
Vortragende
Showacts
4.1STERNE

Das diesjährige 4Gamechangers Festival ist vom 18. – 20. April 2018 über die Bühne gegangen. Neben spannenden Panel-Diskussionen und Vorträgen von namhaften Gamechangern wie Iron Maiden-Sänger Bruce Dickinson und Heather Mills wurde auch ein buntes Showprogramm heimischer und internationaler Musikacts in der Marx-Halle in Wien geboten.

Das 4Gamechangers Festival fand dieses Jahr zum dritten Mal in Wien statt, das zweite Mal war es in der weitläufigen Marx-Halle im 3. Wiener Gemeindebezirk zu Gast. Wie für viele andere Festivals schien diese Location auch für die jungen Gamechanger sehr geeignet. Es gab zwei Bühnen, auf der Mainstage fanden die Vorträge und die Panels statt, auf der Entertainment-Stage war Platz für Start-Up Pitches, wie es aus der Puls4 Show 2 Minuten, 2 Millionen bekannt ist, statt. Am Nachmittag und Abend war die Entertainment-Stage die Bühne für die unterschiedlichsten Showacts des Festivals.

Mittwoch, 18. April: Start-Up Day

Der erste Tag stand ganz im Zeichen der Start-Up-Unternehmer. Um die Veranstaltungshalle schon in der Früh des ersten Tages voll zu bekommen, stand gleich nach der Eröffnungsansprache Iron Maiden-Sänger, Start-Up-Unternehmer und Pilot Bruce Dickinson auf dem Programm. Die Strategie ging auf, die Gamechanger drängten sich am Eingang, um sich diesen Vortrag nicht entgehen zu lassen. Daher wurde das Programm kurzerhand abgeändert und Dickinson startete seinen Vortrag mit einer dreiviertel Stunde Verspätung, damit alle Interessenten in den Genuss seines Vortrages kommen konnten. Das Warten machte sich auch durchaus bezahlt, nicht unbedingt was der Rockstar sagte, sondern seine Energie übertrug sich gleich zu Beginn des Festivals auf die Besucher. Der Start war gelungen, auch wenn er abgeklärteren Besuchern mit seinem Statement:

„You can not change the game, the game is always the same. You need to change your objective to the game, to change it.“

klarmachte, dass es somit keine wirklichen Gamechanger gibt, sondern nur Leute die die Systematik unserer Wirtschaftswelt begriffen haben und dadurch profitieren können.

Der Showblock des ersten Tages bestand aus der Funk/Rock-Band Playing Savage, The Weight mit ihrem 60er- und 70er-Rock, Ankathie Koi mit tanzbarem 80er-Pop und als Hauptact Der Nino aus Wien, der den Auftritt beim 4Gamechangers Festival in seinen dichten Tourplan quetschte.

Donnerstag, 19. April: Gamechangers Day

Der zweite Tag stand im Zeichen der Gamechanger. Neben Kanzler Sebastian Kurz, Bundesminister Gernot Blümel und Medienexperte Gerhard Zeiler war ein Interview mit Niki Lauda eines der Höhepunkte des Tages. In den Panels wurden mit Experten, wie Alex Tapscott („Blockchain Revolution“ Bestsellerautor), Markus Breitenecker (CEO ProSiebenSat.1 PULS 4), Hermann Hauser (Venture Capitalist, Business Angel & Gründer I.E.C.T.), Philosoph Richard David Precht, Corinna Milborn (Infodirector PULS 4) um nur einige zu nennen, Themen wie „Disrupt the Disruptors“, „Artificial Intelligence“ und „E-Mobility“ diskutiert.

Die Entertainment-Stage bevölkerten Acts wie Camo & Krooked, Gregor Glanz im Rahmen der großen Award-Show aber auch Simon Lewis, La Rochelle Band, Tagtraeumer als Vertreter den neuen Österreicher, Gregor Meyle und Rea Garvey, der als Headliner des zweiten Abends seiner Rolle gerecht wurde.

Freitag, 20. April: Future Day

Der letzte Tag des 4Gamechangers Festivals stand dann im Zeichen der Zukunft unserer Jugend und der nächsten Generation von Gamechangern, die derzeit noch die Schulbank drücken, und wie wir sie anleiten können, im bestehenden Bildungssystem zu Gamechangern zu werden.

Ali Mahlodji (Gründer & CEO whatchado) erzählte in seinem Vortrag von seinem Zugang zum Begriff Gamechanger und präsentierte Teenager, die schon während ihrer Schulzeit Unternehmen gründeten.

Das mediale Highlight des Freitags war sicher die Keynote Speech von Businesswoman, Model und Aktivistin Heather Mills. Sie referierte über das etablieren von pflanzlich basierter Nahrung in unserer Konsumgesellschaft.
Für die österreichische Musikszene war der nachfolgende Panel zum Thema „Video killed the Radio-Star“ um einiges interessanter. Moderiert von Armin Doppelbauer diskutierten Bernhard Kerres (Gründer „Hello Stage“), Bär Läsker (Musikmanager), Christoph Straub (Künstler & Producer), Birgit Denk (Künstlerin), Peter Tschmuck (Kulturmanager und Wirtschaftswissenschaftler) und Thomas Heher (Co-Gründer The Gap) über den dramatischen Gamechange im Musikgeschäft durch die Digitalisierung.

Der Showblock begann am letzten Tag schon am Nachmittag mit Nachwuchshoffnung Mathea. Dann begeisterten der jüngste musikalische Spross der Kelly Family, Iggi Kelly, und die britischen Chartstürmern Bars and Melody besonders die jungen Musikfans. Beatboxer Fii durfte auch nicht fehlen, ebensowenig Rapper Wendja. Er präsentierte am 4Gamechangers Festival seinen neuen Song „Leb dein Leben“. Mit toller Stimme eroberte Thomas David die Menge, bevor Headliner Julian le Play zu seiner Show ansetzte. Als Late-Night-Act präsentierte Eric Papilaya sein neues Projekt Q und zeigte, dass er zu Unrecht in das Spätprogramm verbannt wurde.

Fazit

Das 4Gamechangers Festival ist Medienkongress und Showcase-Festival in einem. Untertags wurden eine Vielzahl prominenter Experten zu den Panels eingeladen, die auch wirklich mit anregende Wortmeldungen beitrugen, gegen Abend gehörte die Bühne den internationalen und heimischen Musikacts. Die Teilnehmer beider Bereiche wurden mit bedacht und sehr ausgewogen ausgewählt. Das Festival setzt somit ein kräftiges Lebenszeichen, der österreichischen Start-up- und Technologieszene, ohne bei der passenden musikalischen Unterhaltung zu sparen.

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