Am ersten Septemberwochenende ließen Bands wie The Sword und Karma to Burn das Rockhouse in Salzburg beim Stonerhead Festival erbeben.

In den großartigen Räumen des Salzburger Rockhouse ging am ersten Septemberwochenende das Stonerhead Festival über die Bühne. Am 4. und 5. September 2015 rockten österreichische und internationale Größen des Stoner Rock und Doom Metal auf zwei Indoor Stages die viertgrößte Stadt Österreichs. Geboten wurde den Besuchern neben makellosen Live Acts auch eine eindrucksvolle Location inklusive Bar und Gastgarten. Wer Salzburg also am Wochenende von seiner rockigen Seite kennen gelernt hat, dürfte wenig bis gar nichts zu beanstanden gehabt haben.

Applaus für Alle

Am Stonerhead Festival traf man auf eine gelungene Mischung aus psychedelischen instrumentalen Klängen, Clear Vocals, Shouts und Growls und schwungvolleren rockigen Melodien. Dabei waren vor allem die jüngeren Bands des Line-ups eine äußerst positive Überraschung. Professionalität und Spaß gingen bei fast jeder Band der zwei Abende Hand in Hand. Und das Publikum wusste dies zu schätzen, denn schon bei den beiden Openern Triptonus (AT) und Limestone Whale (GER) waren schon jede Menge Besucher eingetroffen. Es wurde applaudiert, getanzt und gejubelt und somit wurde keine Band im Regen stehen gelassen. An dieser Stelle von meiner Seite – ein Applaus für alle Gäste: Ihr habt das Festival zu einem wirklich entspannten, aber auch stimmungsmäßig fantastischen Erlebnis werden lassen.

Big Stage Bar

An der Bar im Big Stage Bereich gab es zwar keinen köstlichen Cider, dafür wurde man schnell und freundlich bedient.

Auch das Personal rund um das Festival sollte ins Licht gerückt werden. Eine schnelle und freundliche Bedienung gehört ja, wie leider bekannt, nicht zu jeder Veranstaltung zwingend dazu. Beim Stonerhead Festival mussten die Besucher von der organisatorischen Seite her aber wirklich auf gar nichts verzichten. Neben der gut bestückten Rockhouse Bar im Bereich der kleineren Bühne konnten die Besucher auch noch den Gastgarten vor dem Rockhouse und die beiden anderen kleineren Bars im Innenbereich nutzen. Kann es in den röhrenartigen, vom Mauerwerk veredelten Räumlichkeiten schon einmal stickig werden, tat vor allem das Durchatmen im Außenbereich gut. Auch das Wetter war dem Festival wohl gesonnen, denn der Regen ließ passend zur abendlichen Stunde auch am zweiten Tag wenig bis gar nichts von sich sehen. Und auch wenn das Wetter vermutlich nicht im Aufgabenbereich von der Rockhouse Bar und Mastermind Rudolf Pemberger angesiedelt war, geht doch ein großes Kompliment an die gute Organisation des Festivals.

Musik für Alle

Am wichtigsten ist und bleibt natürlich die Musik. Und die konnte sich am vergangenen Wochenende hören und sehen lassen. Auch nach den Openern ging es stimmungsgeladen weiter. Die abwechselnden Shows auf der großen und kleinen Bühne ermöglichten zwei Abende ohne nervige Wartepausen und spaßraubende Umbauarbeiten. Und wer doch einmal eine Pause brauchte, der konnte sich die Bands gemütlich im oberen Bereich der Location auf der Leinwand ansehen, oder die Acts der großen Bühne an der Bar mitverfolgen.

Live Acts

Grandiose Live Acts beeindruckten am Stonerhead Festival.

Am 4. September beeindruckten rund acht Bands zwischen 18 Uhr und über Mitternacht hinaus mit kräftigem Sound und enormen Spaßfaktor. Neben klassischen Stoner Rock Sounds wie von den Headlinern Karma to Burn (USA), heizten auch weniger bekannte Bands wie Carson (CH) oder The Loranes (GER) dem Publikum mächtig ein. Auch metallischere Klänge, wie die der Doom Metal und Punk Band Mantar aus Hamburg, brachten die Räumlichkeiten zum Glühen. Es war jeder Band anzusehen, dass sie Spaß an der Show hatte und die Zeit genoss. Vor allem der Mix aus unterschiedlichen und doch ähnlichen Musikrichtungen trug seinen Teil zur energiegeladenen Stimmung bei. Die Mischung macht es eben aus.

Obwohl die Stoner Rocker OTEHI ihre Show kurzfristig absagen mussten, weil sich der Bassist das Bein gebrochen hatte, war der zweite Veranstaltungstag nicht weniger erfolgreich als der erste. Die sieben Bands, allen voran die groovenden Sounds der Headliner The Sword (USA), zogen von der ersten Sekunde an die Besucher in den Bann. Die erneut bunte Mischung aus Doom Metal à la Iron Heel aus Österreich, Stonerrock der estländischen Liblikas und härteren Klängen à la Diesel King aus England überzeugten gekonnt und hielten das Publikum bis in die frühen Morgenstunden hinein wach. So ging also ein gelungener, auf zwei trübe, aber angenehme Septembertage verteilter Ohrenschmaus zu Ende. Man darf auf eine Wiederholung gespannt sein.

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