Am 16. Mai fanden in Wien und Saalfelden die Gebiets-Finalen des Metalchamp 2015 statt. Wir waren in Saalfelden dabei!

Geschichte

Um den Contest zu beschreiben, will ich kurz den offiziellen Pressetext zitieren:

„Der Ticketmaster Metalchamp ist Österreichs größter Bandcontest
ausschließlich für Rock- und Metalbands. Ab Ende Dezember 2014 spielen
über 100 Bands in ganz Österreich und Südtirol um den Einzug ins Finale am
30.Mai 2015 in der Ottakringer Brauerei in Wien. Zu gewinnen gibt es 3000€
in Bar, Sachpreise im Wert von 15 000€ und Festivalauftritte, u.a. am
Novarock und am Szene Open Air.“

Um das ganze noch in Zahlen und Fakten zu verpacken und um die Größe des Contests zu veranschaulichen, konnte ich folgende Informationen ergattern:

Es treten über 100 Bands aus ganz Österreich (und dessen Umkreis) auf 36 Konzerten mit insgesamt fast 12.000 Besuchern gegeneinander an, um den Metalchamp des Jahres 2015 zu küren.

Ich habe es mir nicht nehmen lassen, und habe nach den Auftritten (fast) alle Bands nochmal für ein persönliches Statement zum Auftritt gewinnen können.

Die Bands

Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Tiroler Band After Tommorow. Ihr Stil wird von ihnen als Ultra-Heavy-Death-Metal bezeichnet.
Der Auftritt war musikalisch und soundtechnisch gut, aber leider hat die Jungs das „Schicksal der 1. Band“ ereilt, weswegen die Halle noch nicht prall gefüllt war und die Menge noch nicht so recht aufgewärmt war.

Doch was sagen die Musiker selbst dazu? Manuel (Vocals) und Patrick (Gitarre) hatten folgendes Statement für mich: „Also der Sound war saugeil und nahezu perfekt. Auch die Location hier in der Blackbox des Nexus war top. Alles in allem ist der Metalchamp einfach eine gute Sache, da hier junge Bands gefördert werden können!“

Aufgrund einer Autopanne der eigentlichen zweiten Band durften die ebenfalls aus Tirol stammenden Jungs von Silius mit einer geballten Ladung Thrash-Metal bereits früher loslegen. Auch hier muss ich wieder den Sound und die Abwechslung aller Lieder loben.
Besonders Sänger Matthias verstand sich darauf, das Publikum aufzuwecken, indem er sich ohne Berührungsängste auch mal mitten unters Publikum gemischt hat.

Der Kommentar von Matthias zur Veranstaltung: „Also die Location und die ganze Gegend hier sind echt super und schön! Generell so ein Kulturzentrum wie hier ist eine super Sache, wo auch Veranstaltungen dieser Art stattfinden können. Mit dem Auftritt waren wir zufrieden, leider mussten wir aber unseren eigentlichen Slot tauschen, da aufgrund einer Autopanne die Band sich verspätet hatte. Ein besonderes Danke möchten wir noch an die ganze Organisation aussprechen, die das alles super im Griff hat!“

Sunborn aus der Steiermark erreichten durch eine bereits erwähnte Autopanne die Location leider etwas später und mussten so mit Silius den Slot tauschen. Stil-technisch ordnen sich die jungen Musiker dem Groove-Metal zu.
Der Auftritt war wie bei den vorangegangenen Bands wieder sehr gut. Leider konnte ich aufgrund einer recht baldigen Abreise der Band leider niemanden mehr für ein Statement erreichen.

Die vierte Band des Abends waren Stunde Null aus Südtirol. Eine Mischung aus Metalcore mit deutschen Texten gepaart mit Top-Sound konnte das Publikum gleich von Anfang an mitreißen. Ein sehr kurzweiliger Gig, der mit Mitsing-Liedern bestechen konnte.

Gitarrist Jonas hatte nach dem Auftritt folgendes Statement für mich parat: „Es war sehr cool, da es für uns ja ein Gig im Ausland war. Das Publikum wahr sehr geil und wir sind sehr zufrieden mit dem Auftritt. Die Location und der Service bzw. die Organisation waren super!“

Die vorletzte Gruppe des Contests war Dead Territory aus Oberösterreich. Eine energiegeladen Performance mit bereits gewohntem perfekten Sound konnte die Messlatte weiterhin hochhalten. Auch durfte eine kleine Weltpremiere nicht fehlen, und so wurde ein Song zum allerersten Mal vor größerem Publikum gespielt.

Matthias (Vocals) und Markus (Bass) konnte ich natürlich auch noch um ein Kommentar ihrerseits bitten: „Da wir extra mit einem Bus angereist sind, hatten wir natürlich einige Fans dabei. Es war sehr geil und die Stimmung im Publikum war gewaltig. Die Location war ausgezeichnet, besonders, dass die Bühne niedriger als andere Bühnen war und trotzdem genug Platz ließ war geil.“

Den Abschluss machten Hydra Heads aus Oberbayern. Mit ihrem Power-Rock stachen sie aus der Anzahl an Metal-lastigen Bands ein wenig hervor, was aber nicht heißt, dass sie weniger gut waren. Ganz im Gegenteil: die Riffs ließen keinen Fuß still stehen.

Dazu noch ein paar Worte von Sänger Sebastian: „Man merkt einfach, dass alles top organisiert ist. Begonnen vom Ticket-Verkauf bis hin zum Catering im Backstage-Bereich war alles perfekt. Auch auf der Bühne hat alles gepasst. Der Sound und die Technik waren spitze. Die Energie um Publikum war einfach hammergeil!“

Voting

Ohne lange um den heißen Brei herum zu schreiben, möchte ich euch das Ergebnis des Finales natürlich nicht vorenthalten. Die vier Sieger fahren am 30. Mai zusammen mit den Gewinnern des am gleichen Tag stattgefundenen Ost-Finale (in Wien) nach Wien zum großen Finale in der Ottakringer Brauerei.

Hier das Ergebnis:

1) Stunde Null
2) Hydra Heads
3) Dead Territory
4) Silius

Fazit

Es war ein hochinteressanter und natürlich musikalischer Abend. Die Qualität der dargebotenen Musik hat mich aus den Socken gehauen (sowie auch das Publikum).
Das Interessante an solchen Contests ist für mich immer noch, dass man neue Bands, Musik und Leute kennen lernen kann und wer weiß, vielleicht sieht man die eine oder andere Gruppe auch auf großen Bühnen zusammen mit internationalen Top-Acts. Gönnen kann man es jeder Band.

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