Das 12. Hafen Open Air in Wien Simmering ist Geschichte. An zwei Tagen begeisterten Newcomerbands und alte Hasen der österreichischen Musikszene laut Veranstaltern bis zu 40.000 Besucher. Bei Samstagsheadliner Rainhard Fendrich erreichte das Veranstaltungsareal die Kapazitätsgrenze.

Das Hafen Open Air 2018 stand dieses Jahr schon bei Festivalsbeginn unter einem guten Stern. Sonnenschein und kein Wölkchen am Himmel machten Stimmung für ein großartiges Festival-Wochenende im Alberner Hafen in Wien Simmering. Durch die große Hitze blieben aber gerade am Nachmittag viele potenzielle Besucher im Bad, anstatt sich auf den Weg zum Hafen zu machen. Doch auch schon am Freitag war am Festivalgelände einiges los.

Freitag, 17. August

Dieses Jahr hatten Jakob & Marie Louise die Ehre das Festival um 13.00 Uhr zu eröffnen. Danach folgte Austro Rocker Flo Gruber mit seiner Band. Auch Amon überzeugten mit guten Songs und rockigem Sound. Um 16:00 Uhr war es dann Zeit für die Freihean, die mit einem Programm bestehend aus eigenen und übersetzten Dialektrock Songs antraten.

Mit Soiz stand ab 17:00 Uhr die erste Finalband der Planet Festival Tour auf der Bühne des Hafen Open Airs und zeigten, was man in Salzburg unter Dialektrock versteht. Um 18:00 Uhr gaben Sanskil & The Jones Singers stimmgewaltig ihre Interpretation bekannter Gospel Songs zum Besten und erweiterten damit das musikalische Panorama, das das Hafen Open Air zu bieten hat, um eine weitere Facette. Gleich nach einer kurzen Umbaupause trat dann Ö3 Chartstürmer Luke Andrews mit seiner Band auf und vertrat damit die jungen österreichischen Songwriter am Hafen Open Air.

Mel Verez zeigte sich dieses Jahr mit ihrer neuen Band MELVEE, die ein noch jugendlicheres und hipperes Programm versprach, als in ihren vorhergehenden Programmen, und die jungen Fans wurden auch nicht enttäuscht. Am Freitag beschlossen die Altherren von WIR4 den Abend mit einem Best of Austria 3 Programm, das auch zu später Stunde die Fans des Austropop bis nach Mitternacht singen und tanzen ließ.

Samstag, 18. August

Das Samstagsprogramm wurde von hisham, den Gewinnern des Hafen Open Air Song Wettbewerbes eröffnet. Sie brachten mit ihrem Mix aus Hip Hop, Rap und Pop gleich zu Beginn des Festivals ein jüngeres Publikum in den Alberner Hafen. Paul Schuster setzte mit seinen poppigen Songs noch einen drauf.

Ab 15:00 Uhr wurde es mit Prohaska etwas funkiger, die Band mit Bläsersatz versuchte mit coolen Rhythmen sich und das Publikum etwas abzukühlen. Danach gab sich die Just Different Band die Ehre, bevor NILA, die bei der Planet Festival Tour im Mai den zweiten Platz im Finale belegten, sich auf die Bühne begaben. Ihr Alternative Hard Rock Programm hob sich vielleicht etwas von den Stilrichtungen der anderen Bands ab, doch bestätigten sie mit ihrer Darbietung die Vielseitigkeit der Bands, die dieses Jahr das Hafen Open Air bespielten.

Nach einer Umbaupause war Patricia Hill an der Reihe, die sich für ihren Auftritt am Hafen Open Air etwas ganz ausgefallenes einfallen ließ. Neben ihrer stimmgewaltigen Vocalperformance begleiteten ihre Band eine 15-köpfige Latin-Percussion Gruppe. Den Abschluss des Newcomerprogramms bildeten Moby Stick, bevor um 20.30 Dennis Jale & Band das Publikum in die Gefilde des klassischen Rock n‘ Rolls abtauchen ließ. Um 22.00 Uhr war es dann endlich soweit, die Wiese im Alberner Hafen war mit gespannten Besuchern fast schon überfüllt, als Austropop Legende Rainhard Fendrich die Bühne betrat. Das Konzert war wie zu erwarten musikalisch äußerst präzise und routiniert, im Vergleich zum Hauptact des Vortages WIR4 war das Programm aber eher in der beschaulichen unplugged Ecke angesiedelt, während Ulli Bäer und seine Mannen am Freitag einen rockigen Festival Gig ablieferten. Das ist wohl der aktuellen Tour Fendrichs geschuldet, die ihn eher in gediegene Konzertsäle als Rockbühnen führen wird.

Fazit

Die Fans waren begeistert und für die Veranstalter wurde wieder ein Besucherrekord gebrochen. So konnten wohl alle beteiligten mit dem Hafen Open Air 2018 zufrieden sein. Es war wie jedes Jahr ein starkes Zeichen für den traditionellen Austropop, den neuen Austropop und überhaupt die Wiener Musikszene. Wir freuen uns auf 2019.

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