Am Freitag, 12.Juni, hat das Nova Rock seine Pforten geöffnet – ein Tag von guter Stimmung und hohen Temperaturen

In Nickelsdorf haben auch dieses Jahr wieder namhafte Bands, aus Rock- oder anderen Genres, die Massen zum Toben gebracht und das bei großer Hitze! Hier sind die Highlights vom ersten Tag des Festivals:

Wenn man heuer das Festivalgelände betreten hat, ist einem sofort etwas Positives aufgefallen, es ist übersichtlicher geworden und die beiden Bühnen wurden näher zusammengerückt, so hat man sich einen langen Fußweg erspart, den man in den Vorjahren bestreiten musste. Man konnte also bequem von einer Bühne zur nächsten switchen und  so locker von jeder Lieblingsband etwas mitbekommen. Doch es war einer der heißesten Tage diesen Jahres und so mussten um die 600 Leute in die Sanitäter-Zelte, um sich wieder zu erholen. Dennoch war der Auftakt zu einem der größten Festivals in Österreich ein äußerst gelungener!

Das Stimmungsbarometer

Am frühen Nachmittag spielten die ersten Bands bei gefühlten 35 Grad, aber mit immerhin ein paar Feierwütigen. Bereits um 13.00 Uhr eröffnete die Kapfenberger Metal Band Vinegar Hill die Blue Stage und haben immerhin bereits ein paar  Metalheads zum Headbangen gebracht. Die Show wurde mit echt steirischen Zwischenansagen sympathisch abegrundet. So richtig gut und ausgelassen wurde die Stimmung aber erst bei der australischen Hardcore Band Parkway Drive, wo es auch bei den Moshpits richtig zugegangen ist. Gegen späteren Nachmittag  wurde die Festival-Area also langsam voll und die Hitze wurde von so einigen nach ein paar Bier dann auch vergessen und vom Feiern haben sich die Besucher nicht mehr abhalten lassen.

Ein weiterer erwähnenswerter Act auf der Blue Stage waren die Metaller von Lamb Of God, die bei HeadbangerInnen Begeisterung auslösten. Auf der Red Stage waren die Punk Rocker Rise Against und die Rocker von Eagles Of Death Metal auf jeden Fall ordentliche Stimmungsbringer! Vor allem bei ersteren ging das Nova Rock Publikum ungebremst ab und es wurde zu den Gesängen von Tim McIlrath gegrölt.

Nova Rock 2015

Die Headliner der Blue Stage – Hardrock und Techno

Mötley Crüe, die letzte Band auf der Blue Stage, vor dem heiß im Voraus diskutierten Late-Night-Special, performten alte Hardrock Klassiker wie „Girls, Girls, Girls“ oder „Kickstart My Heart“. Man muss leider sagen, die Band aus Los Angeles konnte das Publikum nicht so ganz mitreißen. Es war zwar toll, sie generell einmal live zu sehen, doch es war leider  keine mit Action geladene Hardrock Show, eher doch schon sehr gemäßigter als in jungen Tagen der Band. Im Publikum konnte man das ein oder andere fragende Gesicht erblicken, weil einige nicht recht wussten, was sie mit dieser Show anfangen sollten, da wie ich glaube, sehr viele (jüngere) Besucher die Truppe aus LA gar nicht so gut kannten. Richtig überzeugte Mötley Fans waren eher selten zu beobachten. Optisch hatte Sänger Vince Neil mit einem Glitzeroutfit für etwas Glam gesorgt, aber auch der Rest der Band hatte sich Hardrock gerecht für die Bühne hübsch gemacht.

Das Late-Night-Special hingegen bereitete den Höhepunkt einer ausgelassenen Festival Stimmung und zwar nicht mit Rock, sondern mit Techno. Scooter, mit den einzigartigen „Durchsagen“ und „Ausrufen“ von H.P. Baxxter, hatte niemanden kalt gelassen. Von jung bis alt, vom Metalcore-Hörer bis zum Rocker – Baxxter hatte sie alle. Hits wie „How much is the fish“, „Maria (I like it loud)“ und die neuere Techno-Explosion „Bigroom Blitz“ waren alle dabei. Unterstrichen wurde die Laune machende Show mittels zweier weiblichen und zweier männlichen TänzerInnen. Scooter hatte zu Recht das (wahrscheinlich) größte Publikum des Abends, denn das war Unterhaltung pur und darf sich meiner Meinung nach ebenso Headliner nennen.

Gelungener Festival Auftakt

Es war heiß, es war laut und es war eine tolle Mischung an Acts. Der erste Tag des Nova Rock Festivals hat sich dieses Jahr von einer tollen Seite gezeigt, allein schon das die Bühnen nun näher beisammen sind macht das Lauschen der Stromgitarren um einiges angenehmer und die Angst etwas zu verpassen geringer!

Credit: 2015 Stefan Kuback / KBKimages.com

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