Raus aus den Wäldern, rein ins Indie-Mekka – Das war das Out of the Woods 2017
Venue
Stimmung
Line Up
Organisation
4.0Sterne

Das Out of the Woods 2017 hat einiges für seine Festival-Brüder und -Schwestern vorgelegt. Line Up, Freizeitangebote und Kulinarik haben über die ärgsten Unwetter hinweggetröstet.

Zum zweiten Mal fand das Out of the Woods heuer von 20. bis 22. Juli in der gewohnten Ottakringer Arena in Wiesen statt. Schon im Vorfeld wurde ein mehr als hochkarätiges Line Up präsentiert, das kaum einen Indie-Wunsch offen gelassen hat. Namen wie alt-J, Phoenix und Feist haben nicht zu viel versprochen und auch das Rahmenprogramm abseits der Stages hatte einiges zu bieten.

Venue und Organisation

Das Festivalgelände in Wiesen ist definitiv eines der schönsten, das Österreich zu bieten hat. Die Bühnen sind direkt nebeneinander und trotzdem soundtechnisch gut abgeschirmt, weite Teile sind überdacht, die Wege zum Campingplatz sind sehr kurz und die Zeltplätze zwischen den Bäumen sind – trotz der teilweise recht unbequemen Schräglage – extrem idyllisch.

Nach Dixieklos sucht man in der Ottakringer Arena vergeblich. Es gibt einige gut gesäuberte Klohäuschen mit kaum Wartezeit, was auch das Hände- oder Gesichtwaschen zwischendurch sehr vereinfacht.

Die Organisation des Festivals hatte zeitweise zwar alle Hände voll zu tun (was man immer dann merkte, wenn ein Haufen Warnwesten durch die Gegend huschte), hatte aber zu jeder Zeit alles im Griff. Es gab nirgends übermäßige Kontrollen, Änderungen im Timetable wurden rechtzeitig und verständlich kommuniziert und auch besondere Schmankerl wie ein Überraschungskonzert von Ansa Sauermann bei den Foodtrucks waren drin.

Line Up, Stimmung und Rahmenprogramm

Das heurige Line Up zeigte sich von seiner allerbesten Seite. Wo sich zwischen den Headlinern alt-J, Feist, Phoenix, Foals, Sohn, Metronomy und Milky Chance unter anderem Rat Boy, Tommy Cash, Drangsal und Cigarettes After Sex die Mikros in die Hand geben, ist es klar, dass die Münder offen stehen.

(c) Sandro Nicolussi

Das gesamte Line Up war gut aufeinander abgestimmt. Leider fehlten – vor allem untertags – ein paar Acts, die wirklich Stimmung machten. Teilweise war die Stimmung vor der Bühne schon fast langweilig und ein bisschen verschlafen, dazu lud auch die riesige Wiese am Hang vor der Mainstage ein. Nach Sonnenuntergang besserten sich die Vibes und die Besucher tanzten ausgelassener.

Abseits vom Kerngelände gab es einige Chill-Out-Areas in der direkten Umgebung der Foodtrucks. Ein Sprayworkshop, bei dem man sich seine eigenen Tote-Bags verzieren konnte, Tischtennisturniere, Shoppingmöglichkeiten, viel Platz für eine ausgedehnte Partie Flunkyball und eine Miniramp von der Skateare23-Crew rundeten das Angebot ab und sorgten für die nötige Abwechslung im Festivalalltag.

Fazit

Das Out of the Woods braucht sich auf keinen Fall verstecken. Auch wenn es kleiner ist als viele andere Festivals in Österreich, ist die Atmosphäre doch sehr besonders und lädt dazu ein, in den kommenden Jahren wiederzukommen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.