Regio Bash Festival #4: Das Gute liegt so nah
Line Up
Stimmung
Organisation
4.5STERNE

Letzten Samstag stand bei der vierten Ausgabe des Regio Bash Festivals in der Linzer Stadtwerkstatt vor allem eines im Vordergrund: Musik aus der Umgebung. Egal, ob punkig, rockig, oder düster-melancholisch – für jeden Geschmack war im regionalen Line-Up etwas dabei.

Einen mehr als gelungenen Start in den Festivalabend gab es mit Hoizkopf. Er begann sein Set allein, nur von seiner Gitarre begleitet, und überzeugte mit seiner kräftigen und vollen Stimme. Seine Band „die Genießer“ setzte dann noch eins drauf, mit Kontrabass, Schlagzeug und Gitarre, wurde der Sound noch kompletter. Zuerst sanft und gefühlvoll, wurden die Songs im Laufe des Sets immer schwungvoller und tanzbarer. Kennt ihr das, wenn der Kopf und die Beine auf einmal wie von selbst zu wippen anfangen? Nach dem letzten Song, den Hoizkopf wieder solo vortrug, gab es dann noch den Song „Heid Lieb I Die Wöd“ als Zugabe in voller Besetzung.

Etwas rockiger ging es mit Broken Age weiter. Das Set wurde mit dem einen oder anderen akustisch vorgetragenen Song aufgelockert. So eine ausgelassene Stimmung wie bei Hoizkopf wollte aber leider trotzdem nicht aufkommen.

Düster ging es weiter…

…mit Hackmonocut. Die auffällige Bühnendeko, nämlich eine Puppe mit Gasmaske und Patronengürtel und eine Leinwand, auf der teilweise sehr seltsame Filmausschnitte zu sehen waren, passte perfekt zu der allgemein düsteren Stimmung des Sets. Auch die dunklen, rauen Vocals fügten sich gut ein. Eine stimmige Performance mit Songs, die immer wieder Spannung aufbauten und einen in ihren Bann zogen.

Richtig krachen ließen es dann die Headliner Astpai. Ehrlicher, roher, punkiger Rock. Oder rockiger Punk? Man weiß es nicht genau. Ist aber auch egal. Trotz des leider immer noch nicht komplett gefüllten Konzertraums wurde es mächtig warm in der Stadtwerkstatt – es wurde getanzt und gerockt. Die vier Jungs wissen einfach, wie’s geht.

Fazit

Mein persönliches Highlight am diesjährigen Regio Bash Festival war auf jeden Fall das Set von Hoizkopf und seinen Genießern, die es geschafft haben, gleich am Anfang das Publikum zu begeistern und den Abend mit voller Kraft zu starten. Insgesamt hätten etwas mehr BesucherInnen der Stimmung sicher gut getan, aber ich denke, die anwesenden Bands und ZuschauerInnen hatten trotzdem eine schöne Zeit.

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