Styrian Sounds 2017 – Das Beste der Steiermark
Line-Up
Sound
Abwechslung
Stimmung
Organisation
4.6STERNE

Drei Tage Party, die besten heimischen KünstlerInnen und ein ausgewogenes Programm – Das war das Styrian Sounds 2017

Am letzten Novemberwochenende ging im p.p.c. das alljährlich stattfindende und von Soundportal veranstaltete Styrians Sounds Festival über die Bühne. Über 30 Bands, KünstlerInnen und DJs brachten das überwiegend volle Haus zum Beben. Die meisten davon waren bunt gemischt und aus der heimischen Szene – nur die Headliner wurden aus Wien und Salzburg eingeschifft.

Tag 1

(c) Hannes Repelnig

Alle Konzerte fanden auf den zwei verschiedenen Bühnen statt. Währen der untere Mainfloor am Donnerstag von harten Riffs und rohem Stoner-Rock beherrscht wurde, hörte man in der oberen Bar die verschiedensten Richtungen des Indie Rock. Dort veröffentlichten The Kronskies auch ihre erste EP mit dem Namen „Stay With Izzy“. Unten war das Publikum schon recht gut eingetanzt, als zuerst Ultima Radio und darauf Mother’s Cake drauflangten. Zeitgleich näherte sich auch in der ebenfalls gut gefüllten Bar der Abend dem Ende zu. Gravity Waves und Karma Klub brachten auch hier die Leute mit Indie-Rock, beziehungsweise Dance zum Hüpfen. Als Abschluss legte noch das Post Office DJ-Set bis in die frühen Morgenstunden auf.

Tag 2

Der Freitag war aufgrund des Line-Ups der bestbesuchte Abend. Vida Noa, die erst bei TV Noir mit Glen Hansard und Clueso auf der Bühne gestanden ist, packte Herz und Gitarre aus während Onk Lou seine brachiale Stimme und Songwritingfähigkeiten zum Besten gab. Darauf folge EFFI und ließ die Menschen sich an längst vergangene Sommer erinnern. Das besondere war sein zweites Set mit seiner jetzigen Formation Granada. Der Saal war restlos gefüllt und spätestens da kochte es wirklich. Sie hatten Olympique einiges vorgelegt, welche ihr neues Album hier erstmals vorstellten. Das Publikum zeigte sich zufrieden, obwohl es einige Tonprobleme gab.

Tag 3

(c) Hannes Repelnig

Der letzte Festivaltag stand unter besonderen, etwas bittersüßen Vorzeichen. Egal, wen man fragte, alle freuten sich auf die letzte Show von Polkov, die sich nach diesem Konzert auflösen sollten. Davor gab es aber eine exzellente Reunion von San Secours, die schon Ende der 90er mit ihrer Mischung aus Rock, Punk und Noise durch halb Europa getourt sind. Nun warteten alle gespannt auf den Headliner und wurden mit der Zeit leider bitter enttäuscht. So viele gute Nummern, die sie über die Jahre angesammelt haben, wurden einfach versemmelt. Texte wurde vergessen, die Einstiege waren oft irgendwo und die Band in sich etwas verwirrt. Die Leute, die nicht gingen, konnten die meisten Lieder besser mitsingen – doch waren das am Ende nicht mehr viele. Eine Probe hätte gut getan. Somit liegt leider ein fahler Nachgeschmack auf ihrer letzten Show.

Fazit

Soundportal hat wieder einmal ein richtiges Händchen bei der Auswahl des Line-Ups bewiesen und somit erneut ein unvergessliches Festival gestaltet. Die Organisation war perfekt und die Abende kurzweilig, denn man war nie musiklos. Es konnte bei den Umbauphasen auf die jeweils andere Bühne gewechselt werden und so sah man auch KünstlerInnen, die einem zuerst unbekannt waren. Der Sound war, bis auf ein paar kleine Ausreißer, sehr gut und die Stimmung immer am Zenit.

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