Sommerzeit ist Festivalzeit. Ist man bereits in den Genuss eines Festivals gekommen, weiß man, dass dort nicht nur Musikbegeisterte, sondern auch Kreative zusammentreffen. Und spätestens nach ein bis zwei Tagen hat man gelernt, dass man aus jedem Ding etwas basteln kann – egal ob Schuh, Flasche oder ganzes Sofa.

Wer sich musikalisch verwirklichen will und eventuell weniger Aufwand betreiben möchte, dem möchten wir hier fünf kleine und leistbare Instrumente vorstellen.

1. Das Kazoo ist ein kleiner oft metallener Begleiter, der bei richtiger Benutzung die Stimme verzerrt. Er besteht aus einem länglichen Körper dem ein Zylinder mit Membran aufgesetzt ist. Die beiden Öffnungen an den Enden des Körpers dienen gemeinsam mit der Membranöffnung der Erzeugung des Tons. Singt man das sogenannte Membranophon, so sollte sich das Ergebnis wie eine alte Tonbandaufnahme aus den 20erJahren anhören. Ab drei Euro ist dieser Krawallmacher zu haben.

Maultrommel2. Die Maultrommel kennt man im mitteleuropäischen Raum vor allem aus der Volksmusik. Ihr Ursprung liegt aber vermutlich in Asien. Die Basis zur Stimmerzeugung bildet eine durchschlagende Zunge, durch deren Schwingung in Kombination mit der Mundhöhle ein Ton entsteht. Je nach Größe des Zupfidiophons können verschiedene Tonlagen erreicht werden. Mit ein wenig Übung und einem Mindestbudget von rund sieben Euro, steht dem Spaß nichts mehr im Wege.

okarina3. Die Okarina, was übersetzt „kleine Gans“ bedeutet, wurde von Giuseppe Donati im Italien des 19. Jahrhunderts entwickelt. Von da an verbreitete sie sich rasant in der ganzen Welt. Die gängigsten Modelle haben je nach Größe und Form vier bis zwölf Löcher. Die kleinen Gefäßflöten werden mit beiden Händen gespielt und können bis zu drei Oktaven wiedergeben. Lochanzahl und Materialart bestimmen den Preis, so muss mit mindestens 15 Euro für eine schlichte Okarina aus Keramik gerechnet werden.

Regenmacher Regenstab freigestellt4. Der Regenmacher stammt aus einer der trockensten Regionen Chiles und wurde traditionell während Regenzeremonien verwendet. Das 25 bis 150 Zentimeter lange Rohr wurde aus abgestorbenen, verholzten Kakteen gefertigt, deren Stacheln nach innen gestoßen wurden. Danach wurde das Rohr mit Kieselsteinen befüllt und verschlossen. Dreht man das Effektinstrument der Länge nach in die Vertikale, rasseln die Steinchen im Inneren gleichmäßig an den Stacheln vorbei und erzeugen so einen angenehmen Ton, der an Regen erinnert. Länge und Stachelanzahl bestimmen dabei die Intensität. Kurze Varianten des Regenmachers werden meist geschüttelt. Einen günstigen Regenmacher erhält man ab zehn Euro oder man bastelt ihn selbst.

Kalimba - Afrikanisches Instrument5. Das Daumenklavier ist ein veralteter Ausdruck für das Lamellophon. Dabei handelt es sich um einen Resonanzkörper an dem verschiedene Lamellen befestigt sind. Diese werden mittels zupfen mit beiden Daumen zum Schwingen gebracht und erzeugen den Klang. Das in seiner Urform aus Afrika stammende Instrument gibt es in den verschiedensten Ausführungen und kann auf jede beliebige Tonart (mittels vor- und zurückschieben der Lamellen) gestimmt werden. Günstige Lamellophone kann man ab zehn Euro erstehen.

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