Wie zwei Studenten lernten offenes Feuer mit Bässen zu bändigen

Wir alle wissen, dass der spürbare Bass in den Clubs es vermag, uns auf eine Art und Weise glücklich zu machen, die schwer in Worte zu fassen ist. Dass er uns auch vor gefährlichen Flammen und Bränden schützen könnte – auf die Idee ist bisher noch keiner gekommen.

Viet Tran und Seth Robertson hatten diesen grandiosen Einfall jedoch während einer Outside-the-Box-Brainstorm-Session und machten sich auch gleich daran, einen Prototypen zu bauen und nach verwertbaren Applikationen zu suchen. Nach ungefähr 600 Dollar Eigeninvestition und einem guten Jahr an Zeit, hatten die beiden den ersten Prototypen fertig und trauten sich mit ihrer Erfindung ans Tageslicht.

Bass the Fire statt Fire the Bass

Sie entwickelten die wahre „Bass Cannon“, die mit speziell fokussierten, niederfrequenten Tönen offenes Feuer löschen kann und das ganz ohne Wasser oder einem Feuerlöscher mit Pulver oder Schaum.

Das Spektrum zwischen 30 und 60 Herz trennt hierbei die Luft durch Druckwellen vom Brennstoff und verwirbelt so das Feuer komplett bis nichts mehr übrig ist. Der so entstehende Luftraum zwischen der Flamme und dem Brennstoff verhindert ein neuerliches Entzünden. Leider wird mit der Bass-Technik der Boden unter der Flamme nicht gekühlt und dies stellt weiterhin ein Problem dar, da hier sehr wohl ein weiteres Aufflammen stattfinden kann. Bisher hatten sich die beiden Elektro-Ingenieure nur Anwendungen im kleinen Rahmen ausgemalt und auch ihre Tests waren nicht sehr ausgiebig, da ihre Arbeit normalerweise von Chemie-Ingenieuren gemacht wird.

Breite Applikationspalette

„Ich würde diese Technologie gerne als Schwarm-Robotik eingesetzt sehen. Man könnte sie an Dronen befestigen, die sich dann Wald- und/oder Gebäudebränden annehmen könnten und somit den Einsatz von Menschen und die damit verbundene Gefahr für die Retter verringern würden.“

Eine weitere Applikations-Möglichkeit wäre im Weltall. Ein Feuerlöscher an Board der International Space Station kann im luftleeren Raum zu großen Problemen und Schaden am teuren Equipment führen, sollte es zu einem Brand kommen. Mit gezielt gerichteten Schallwellen wäre dieses Problem jedoch gelöst.

Auch als Küchenhilfe wäre diese Technologie einsetzbar, etwa über einem offenen Kochfeuer oder im Wohnzimmer über einem Kamin, um es mit einem Knopfdruck zu löschen.

Wir sind schon gespannt wohin diese neue Innovation noch führen wird. In jedem Fall ein sehr interessanter Ansatz! Vielleicht habt ihr ja schon bald einen Feuerlöscher mit eingebautem Woofer zuhause.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.