Vergangen Samstag feierten die Poppy Trays zusammen mit Saint Chameleon eine strahlend-schöne Party zum Release ihrer EP „Abra Papaver“. Das war ein Fest!

Vorhang auf…

Vergangenen Samstag war es endlich so weit: die Poppy Trays feierten im gut besuchten PPC (second floor) mit Saint Chameleon als Support den Release ihrer gerade erschienenen 4-Track-EP “Abra Papaver”. Das Wichtigste gleich vorweg: es war wirklich ein wunderschönes Fest – von Kopf bis Fuß gut durchgeplant, die Location eignete sich was Größe und Ambiente betrifft perfekt für eine Veranstaltung dieser Art, die Stimmung war ausgelassen, die Fans glücklich. Obwohl ich für meine Verhältnisse pünktlich zum Opening im PPC auftauchte, musste ich mich, um einen guten Platz nahe der Bühne zu ergattern, bereits am Eingang durch die gespannt wartende Fangemeinde wühlen.

Saint Chameleon Superstar

Und als Saint Chameleon – die an diesem Abend viel mehr waren als ‚Support‘ sondern ein zweiter, richtig guter Main Act – zu spielen begannen, wusste ich, warum da schon so früh so viel los war. Auch wenn ich die Band schon einmal unplugged gesehen hatte, war es eine komplett andere Geschichte, Saint Chameleon in voller Besetzung auf einer größeren Bühne quasi in ‚vollem Glanz’ zu erleben. Der Frontmann hat eine wirklich einzigartige Stimme und jedes einzelne Bandmitglied ist nicht nur sehr gut auf seinem Instrument – die spielen auch wirklich perfekt zusammen auf der Bühne, wissen genau, was der andere tut, und strahlen eine unglaubliche Sicherheit und Freude an der Musik aus. Dieses Urteil kommt von mir, die ich normalerweise eher keinen Gypsie-Folk höre – aber auch andere befreundete Musiker im Publikum waren schwer begeistert von Saint Chameleon: „Wenns’d mich fragst einer der besten Bands, die es in Graz derzeit gibt“. Ich stimme dem anonymen Reviewer aus dem Publikum zu 100% zu.

Willkommen zum verfrühten Karneval

Nachdem das Publikum also von Saint Chameleon’s fantastischer Show adäquat aufgewärmt war und alle Blicke in Erwartung der Stars des Abends auf die Bühne gerichtet waren, marschierten sie schließlich, scheinbar aus dem Nichts und begleitet von selbst erzeugtem Trommelwirbel à la Marschkapelle, ein und auf die Bühne: the Poppy Trays. Und zur Feier des Tages waren die Herren nicht nur zu fünft, sondern hatten auch einen Saxofonisten und – später dann – eine Cellistin als Gäste mit im Gepäck. Bei ihrer EP-Release-Party blieben die Poppy Trays ihrem charakteristischen Gesamtimage treu: Sergeant Pepper-Outfits, gute Laune-Vibes, unerwartete und deshalb umso willkommenere Specials. Eingeläutet wurde der Abend von Sänger und Gitarrist Marco, der die Anwesenden zum „verfrühten Karneval“ begrüßte. Karnevalesk war er auch, der Abend – im positiven Sinne, denn es war eine farbenfrohe Party voller Euphorie und wirklich guter Musik. Was diesen Abend so besonders machte, war, dass die gesamte Band vor Stolz und Freude, ihr Werk vor vielen Fans präsentieren zu können und die Früchte ihrer monatelangen Arbeit zu ernten, nur so strahlte. Einen so ausgelassenen René Altinel (Frontmann der Poppy Trays) habe ich selten erlebt.

Ein Fest für die Fans

Das Set enthielt neben den EP-Tracks – die, übrigens, live noch besser rüberkommen als auf der CD – auch altbekannte Poppy Trays-Favourites wie z.B. „All over you“ oder den „Radio Song“. Selten habe ich bei einem Konzert eine so rege Interaktion zwischen Publikum und Band erlebt: die Poppy Trays haben wirklich eine treue Fangemeinde, die alle Songs mitsingen und –tanzen und sich sogar auf die Schulter der Konzertmitgänger setzen, um höher oben und näher am Geschehen zu sein. Ich finde, das ist ein bedeutendes Ziel als Band – echte Fans zu haben – und das haben die Poppy Trays auf jeden Fall bereits erreicht. Dass GastmusikerInnen mit von der Partie waren, war eine gute Idee, allerdings gingen Sax und Cello in den hinteren Reihen ein bisschen unter – wäre meiner Meinung nach auch ohne gegangen. Alles in allem war die Releaseparty wirklich ein Erfolg auf ganzer Linie und erst der Beginn einer vielversprechenden Zukunft der Poppy Trays (die übrigens mittlerweile mit ihrer Nummer „That Loveliness In Your Heart“ mit einer super Startplatzierung in die Soundportal-Charts eingestiegen sind). Alles Gute!

Fotocredits: The Poppy Trays

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