An evening with Machine Head
Band
Stimmung
Location
Sound
3.8Sterne

Machine Head gastierten in Wien und stellten unter anderem unter Beweis, dass sich das eher schwache neue Album „Catharsis“ zumindest live stimmig einfügen lässt.

Machine Head sorgten in den letzten Wochen mit dem Release ihres neuen Albums „Catharsis“ für enormes Aufsehen und Gesprächsstoff. Debattiert wurde eher das kritikunfähige Verhalten von Sänger Robb Flynn, denn die musikalische Brillianz ihres neunten Longplayers. Auch das Konzert am Donnerstag im Gasometer stand ganz unter dem Motto „An evening with Machine Head“. Ohne Vorband und mit einer etwa 25 Songs umfassenden Setlist wurde die komplette Bandbreite ihrer 24-jährigen Bandkarriere abgedeckt.

Um 20:30 Uhr wurde unter tosendem Applaus seitens des (überraschenderweise nicht ausverkauften) Gasometers mit der Show begonnen. Vor allem in den vorderen Reihen begann der Schweiß schon am Anfang zu tropfen, Moshpits bildeten sich zu Gassenhauern wie „Clenching The Fists Of Dissent“ oder „Ten Ton Hammer“ und die Luft verwandelte sich in kürzester Zeit in stickige, greifbare Atmosphäre. Bandkopf Robb Flynn gab sich redselig, richtete regelmäßig lobende Worte an das Publikum, die Location und die Stadt an sich und ließ sich vor „Darkness Within“ sogar zu einer kleinen Predigt über die Liebe zur Musik hinreißen, die ebenso mit donnerndem Applaus der Fans quittiert wurde. Machine Head wechselten stets zwischen brachial und melodisch, wirkten teilweise gar schon fast weichgespült und sorgten mit ruhigeren Passagen schon nahezu für Kuschelstimmung. Richtig deutlich wurde der Kontrast, als nach „Davidian“ mit „Behind A Mask“ ein äußerst ruhiger Einstieg in den Zugabenblock erfolgte, der zusehend brachialer wurde und im Evergreen „Halo“ – wie könnte es auch anders sein – gipfelte.

Fazit

Trotz teilweise unprofessionellen Verhaltens, was die Aufnahme von negativer Kritik angeht, kommen Machine Head bei ihren Anhängern musikalisch weiterhin an und verstehen es nach wie vor, Massen zu begeistern. Die Songs des viel dusikutierten neuen Albums „Catharsis“ schafften es erstaunlich gut, sich in die Setlist einzugliedern und machten live eine eindeutig bessere Figur als auf Platte.

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