Am 12.Oktober waren die finnischen Cellisten von Apocalyptica live im Gasometer in Wien zu sehen. Auch die Support Band Tracer konnte überzeugen.

Apocalyptica haben es wieder einmal geschafft das Wiener Publikum zu überzeugen. Neben sanften Tönen, gab es auch härtere Metal Klassiker, die voller Leidenschaft und Power über die Bühne gebracht wurden. Wie man schon annehmen kann, auch die Virtuosität war ein wichtiges Element an diesem Abend.

Stoner Rock aus Australien

Pünktlich um 20 Uhr begann, in einem bereits gut gefüllten Gasometer, die Show der Stoner Rock Band Tracer. Die Jungs sind nur zu dritt, geben aber ein abgerundetes Bild auf der Bühne ab und brennen, wie man ihnen offensichtlich ansieht, für ihre Musik und das Feeling auf der Bühne. Auch wenn die Band noch nicht so bekannt ist, haben sie hier und da schon ihre eingesessenen Fans im Publikum, die tatkräftig mitsingen und abgehen. Generell finde ich die Show sehr erfrischend, sowie auch den Gitarrensound, und bin positiv überrascht, dass dies keine 0815 Rockshow war, sondern verschiedene Stilrichtungen vorkamen und auch die Gesangparts abwechslungsreich gestaltet wurden. Der Gitarrist Jett feierte zudem an diesem Tag Geburtstag und so hat das Wiener Publikum mal spontan „Happy Birthday“ angestimmt. Generell waren die Leute im Saal sehr cool drauf, haben geklatscht und getanzt und so war die Stimmung wirklich gut.

Auch Cellos können hart klingen

Apocalyptica (cc) by-nc-nd-3.0 TheDarkCrusade / Florian Matzhold

Eicca Toppinen, Apocalyptica, (c) Florian Matzhold

Um 21 Uhr kamen dann die sehnsüchtig erwarteten Headliner Apocalyptica auf die Bühne. Die drei Cellisten und der Drummer sind ein eingespieltes Team und überzeugen von Anfang bis Ende. Neu hingegen ist Sänger Franky Perez, der eine fixe Position in der Band einnehmen soll. Keine Frage ist, dass Perez singen kann, doch für meinen Geschmack hat der Sound der Stimme nicht ganz so zu harmonievollen und virtuosen Musik der Gruppe gepasst. Eher hätte ich ihn mir in einer Metalcore- oder „normalen“ Rockband vorgestellt, zu einer etwas „unschöneren“ Musik. Nichts desto trotz kamen aber durchaus Songs vor, bei denen das Bild gepasst hat. Natürlich wurden einige Cover-Klassiker zum Besten gegeben, so auch von Metallica, an denen der Name Apocalyptica angelehnt ist. Auch Songs, die aus der eigenen Feder der Finnen stammen, konnten überzeugen und waren von musikalischer Schönheit. Optischer Blickfang für die Damen im Publikum war mit Sicherheit der blonde langhaarige Finne in der Mitte, Eicca Toppinen, den man gerne beim Headbangen zu sah und dessen Stimme auch wunderbar an diesem stimmungsvollen Abend im Gasometer klang. Zusammengefasst, von softeren Rocknummern bis hin zu „echten“ Metalsongs, wie Toppinen ein Cover von Inquisition angekündigt hat, war alles dabei, Abewechslung, Power und Leidenschaft. Kurz vor Ende gab es dann auch noch eine Zugabe und als sich die Finnen endgültig verabschiedeten gab es Tränen auf den Gesichtern einiger weiblicher Fans zu sehen. Aber nicht traurig sein, sie kommen bestimmt wieder!

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.